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Mit 15 Fahrzeugen und 50 Mann waren die Berufsfeuerwehr Pforzheim, unterstützt durch die Freiwilligen-Abteilungen Börtzingen/Weststadt, Eutingen, Dillweißenstein, Würm und Huchenfeld, zum Brand in einer Firma im Pforzheimer Gewerbegebiet Hohenäcker geeilt. © Ketterl
Nur mit Atemschutzgeräten war der Brand im Handelshaus für Drehteilmaschinen im Pforzheimer Gewerbegebiet Hohenäcker zu bekämpfen. © Ketterl
19.12.2014

Maschinen in Flammen: Großbrand in verrauchter Firma im Hohenäcker

Pforzheim. Gleich mehrere Anrufe erreichen die Pforzheimer Feuerwehr um 11.19 Uhr. Rauch dringt aus einer Firma im Gewerbegebiet Hohenäcker. Eine Erodiermaschine ist dort in Brand geraten. Daraus entwickelt sich für die Feuerwehr ein Großeinsatz, der auch die Freiwilligen Feuerwehren aus den Stadtteilen zum Einsatz zwingt. Und parallel dazu wird auch noch ein Dachstuhlbrand an der Östlichen 11 gemeldet.

Bildergalerie: Großbrand in Firma im Hohenäcker fordert alle Feuerwehrkräfte

Während die Berufsfeuerwehr an der Straße Mülleräcker im Gewerbegebiet Hohenäcker schnell merkt, dass der Maschinenbrand zum Großbrand wird, müssen die Freiwilligen Feuerwehren aus Dillweißenstein und Brötzingen/Weststadt zum Dachstuhlbrand eilen. Dort stellt sich zügig heraus, dass es sich nur um einen heftig qualmenden Kleinbrand in der Abluftanlage eines Imbiss handelt. Aber auch der muss erst gelöscht werden. Das brennende, im Kamin-Abzug abgelagerte Fett wurde ebenso gelöscht wie die glühende Grillkohle im Imbiss.

Unterdessen dringen die Feuerwehrleute in der Firma mit Maschinen und Bedarfsartikeln für die Drehteilindustrie zum Brandherd vor. Das geht nur unter Atemschutz, denn dichter Rauch durchzieht die Firmenräume. Das Feuer hat sich bereits auf über die Absauganlage auf weitere Maschinen und einen benachbarte Produktionsraum ausgebreitet. Um den Großbrand nicht weiter eskalieren zu lassen, müssen die Freiwilligen Feuerwehren aus Brötzingen/Weststadt, Huchenfeld, Dillweißenstein, Würm und Eutingen anrücken. Insgesamt 15 Fahrzeuge und 51 Feuerwehrleute sind vor Ort.

Der dichte Rauch erschwert die Brandbekämpfung. Unter Belastung können die Atemschutzträger nur rund 20 Minuten lang gegen die Flammen kämpfen, dann gehen die Atemluft in den Flaschen und die Kräfte des Feuerwehrmannes zu Ende. Neue Einsatzkräfte müssen dann mit neuen Flaschen ins verrauchte Dunkel nachrücken. Der Feuerwehr gelingt es, ein Übergreifen des Brandes auf das Gebäude verhindern, so dass hier außer den Rauchspuren kein Schaden entstand. Ein technischer Defekt an der Maschine wird als Brandursache vermutet.

Während der Brand relativ schnell gelöscht werden kann, sind die anschließenden Belüftungsmaßnahmen der verrauchten Produktionsbereiche und die Kontrolle der Lüftungsanlage sehr aufwändig. Bis 14.30 Uhr sind die Feuerwehrleute damit beschäftigt.

Weil Mitarbeiter zunächst versucht haben, die Flammen selbst zu löschen, müssen drei leicht verletzte Personen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich vom DRK versorgt werden. Beim Brand ist ein Rettungswagen und die Kreisbereitschaftsleitung des DRK vor Ort, zudem werden die rund 40 evakuierten Mitarbeiter von Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins Pforzheim betreut und mit Heißgetränken versorgt.

Während die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen-Abteilungen gegen den Brand im Gewerbegebiet Hohenäcker ankämpfen, müssen dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr den Grundschutz sicherstellen. Auch die Rettungskräfte vom DRK und Polizisten sind vor Ort.