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		Fast schon berühmt: Nach einer

Kinderpressekonferenz musste Silke Lippok für Viertklässler der

Karl-Friedrich-Schule sowie deren Familien und Freunden unzählige

Autogramme schreiben. Foto: Ramona Deeg
Medaillen im Schuhkarton © Ramona Deeg
08.04.2011

Medaillen im Schuhkarton

PFORZHEIM. „Ich bin 17 Jahre alt, gehe auf das Theodor-Heuss-Gymnasium und mache nächstes Jahr mein Abitur. In meiner Freizeit schwimme ich – wie ihr vielleicht wisst“, so stellt sich die Pforzheimer Schwimmerin Silke Lippok auf der „Schule trifft Zeitung“-Kinderpressekonferenz im VolksbankHaus vor. Und ja: Die Klasse 4b der Karl-Friedrich-Schule kennt Silke Lippok. Die Kinder sind ein wenig verunsichert, ob sie die Schwimmerin duzen oder siezen sollen. Kurzerhand macht es jeder so, wie er es für richtig hält.„Die erste Goldmedaille ist schon ein wenig her“, sagt sie. Im Wasser ist Lippok seit ihrem vierten Lebensjahr. Damals haben ihre Eltern sie für einen Schwimmkurs angemeldet. „In meiner Familie schwimmt niemand so gut wie ich“, so Lippok. Ihren ersten Wettkampf hat die 17-Jährige dann mit sieben oder acht absolviert. War sie damals schon die Schnellste? Lippok überlegt kurz.
„Ich glaube nicht.“ Inzwischen schwimmt sie zirka zwölf Wettkämpfe im Jahr und das ziemlich erfolgreich, wie ihre Medaillen bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr belegen. „Die Medaillen lagere ich daheim in Schuhkartons“, verrät Lippok und meint damit zwischen 200 und 300 Leistungsnachweise. Ihre Lieblingsdistanz ist 200 Meter Kraul. Vor größeren Wettkämpfen malt sie ihre Fingernägel an und hat ihre Eltern als Glücksbringer im Gepäck. Letzteres liegt aber auch daran, dass die 17-Jährige noch keinen Führerschein hat und somit auf ihre Eltern angewiesen ist.Lippok trifft sich in ihrer knappen Freizeit mit Freunden und geht gerne ins Kino. Ins Wasserbecken springt sie sieben- bis acht-mal in der Woche. Pro Training absolviert sie eine Distanz von etwa fünf Kilometern. „Manchmal ist das Training hart. Dann tun die Muskeln am nächsten Tag schon weh.“
Bevor der Star an das Signieren der Autogrammkarten geht, gibt sie den Grundschülern noch einen Ratschlag mit auf den Weg: „Ihr müsst das machen, worauf ihr Lust habt und dranbleiben.“ Ramona Deeg