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Gut betreut: Die Kinder in der städtischen Kindertagesstätte Nordstadt (Friesenstraße) machen mit Erzieherin Sabine Winkler ein Singspiel. Viele Familien in Pforzheim haben jedoch weniger Glück. Sie bekamen Absagen für einen Kita-Platz.
Gut betreut: Die Kinder in der städtischen Kindertagesstätte Nordstadt (Friesenstraße) machen mit Erzieherin Sabine Winkler ein Singspiel. Viele Familien in Pforzheim haben jedoch weniger Glück. Sie bekamen Absagen für einen Kita-Platz.
24.05.2016

Mehr als 300 Kinder in Pforzheim ohne Kita-Platz

Mit der Post flatterte dieser Tage die Enttäuschung ins Haus vieler Pforzheimer Familien. Denn im Briefkasten fanden die Eltern von 371 Jungen und Mädchen eine Absage der Stadt: Für ihre dreijährigen Kinder gibt es keinen Platz in einer der Pforzheimer Kindertagesstätten.

Vielleicht werden einige davon noch nachvermittelt oder auf Einrichtungen in Nachbarkommunen ausweichen. Fakt ist jedoch: Nach Schätzungen der Stadt bleiben sicherlich weit über 300 Kinder über drei Jahren unversorgt. Und dies trotz des geltenden Rechtsanspruchs.

Bürgermeisterin Monika Müller macht für diese Situation die gestiegene Kinderzahl in der Stadt verantwortlich. Mit dieser konnte der Ausbau der Kinderbetreuung nicht Schritt halten. „Alle Prognosen sagten noch bis Ende letzten Jahres eher eine Stagnation voraus – tatsächlich sind allein 2015 über 3000 Menschen zusätzlich nach Pforzheim gekommen“, sagt Müller. Allein die daraus resultierende Kinderzahl reiche, um den Bedarf wie nun geschehen sprunghaft ansteigen zu lassen. Druck oder gar eine Klage wegen fehlender Plätze hat Müller jedoch bislang noch nicht registriert.

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