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Fördern junge Künstler: Michael Kiefer, Leiter der Goldschmiedeschule (links), und Hans Neuweiler, Vorstand der Sparkasse Pforzheim Calw. Foto: Jähne
Fördern junge Künstler: Michael Kiefer, Leiter der Goldschmiedeschule (links), und Hans Neuweiler, Vorstand der Sparkasse Pforzheim Calw. Foto: Jähne
18.11.2015

Meisterstücke sollen Blick aufs Kunstobjekt schulen

Ideenreichtum präsentieren, neue Blickwinkel auf aktuelle Designertrends eröffnen: Mit der nun eröffneten 34. Ausstellung „Meisterstücke und Projektarbeiten“ sollen nicht nur junge Künstler ein Forum für Kunst und Ideen erhalten, sondern auch kreative Möglichkeiten darlegen. Insgesamt 19 Exponate werden noch bis zum 27. November im Sparkassenhaus zu sehen sein – darunter das mit dem ErnstWellendorff-Preis ausgezeichnete Halsband von Mascha Schöllkopf, ein silberner Armreif mit ganz besonderer Verschlusstechnik von Artjom Jarosch oder ein Collier mit raffinierter Lichtspiegelung von Karolin Puppe.

Alle drei stammen aus der Meisterklasse der Pforzheimer Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule, deren Ausstellung die Projektarbeiten der dortigen Fachschule für Gestaltung integrierte. „Oscar Schlemmer“ lautete deren Thema des Jahres 2015 – nach jenem berühmten Stuttgarter Bildhauer und Maler, der zu Lebzeiten menschliche Körperformen und räumliche Darstellung in einem neuen, ungewohnten Einklang miteinander kombinierte.

„Die Aufgabe unserer Nachwuchskünstler war es, die Schlemmer’schen Stilelemente in ihre Schmuckstücke einfließen zu lassen, um dabei ungewohnte wie kaum bekannte Varianten der Kunstgestaltung zu präsentieren“, sagte Schulleiter Michael Kiefer in seiner Ansprache. „Drei Kompetenzen“ seien es, so Kiefer weiter, die generell zum perfekten Schmuckstück führen würden: der Sinn für Schönheit, die richtige Technik, aber auch harte Arbeit. Die Objekte werden innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen mit bis zu acht Stunden Einsatz pro Tag gefertigt.

Im Rahmen der Eröffnung erhielt Artjom Jarosch den Sonderpreis der Firma Mig-O-Mat für das beste Meisterstück – in Form eines neuen Lötgeräts, das Jarosch künftig bei seiner kreativen Arbeit unterstützen soll. Sparkassenvorstand Hans Neuweiler appellierte vor den rund 400 Besuchern an die Wichtigkeit des Wir-Gefühls und der heimatlichen Identifikation, die mit Ausstellungen wie dieser gefördert werden.

Für einen Hauch von Urlaubsstimmung und ein paar Sonnenstrahlen sorgte das Gitarrenduo Helmut Rauscher und Till Veeh, die neben einem spanischen Tanz auch das Lied „Viento Verde“ spielten, was mitunter ein wenig zum Träumen und vorweihnachtlicher Besinnlichkeit verleitete.