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„Menschen in Not“: Sämtliche Rekorde gebrochen

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sie haben sämtliche Rekorde gebrochen. Noch nie in der 23-jährigen Geschichte von „Menschen in Not“ (MIN) wurde in der Weihnachtszeit eine solch hohe Summe von Ihnen gespendet. Deutlich mehr als 450 000 Euro sind auf dem Konto des Hilfsvereins der Pforzheimer Zeitung verbucht worden.

Dafür möchten wir – die Verantwortlichen von MIN – uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Danke für Ihre großartige und überwältigende Hilfsbereitschaft!

Wir wissen natürlich, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Schon gar nicht in der Weihnachtszeit, wenn man die Familie oder Freunde beschenkt und viele von Ihnen sich ganz bestimmt überlegen müssen, ob das Geld für all die Präsente reichen wird. Und bedanken möchten wir uns auch bei all den vielen Helferinnen und Helfern, die uns bei etlichen Veranstaltungen und Sammelaktionen mit kleinem und großem Einsatz unterstützen. Wir wissen genau, dass Zeit in der Vorweihnachtszeit ein sehr knappes Gut ist. Umso bewundernswerter ist es, wenn Sie Ihre Zeit und Ihr Geld für fremde Menschen aufwenden. Danke dafür!

Genau dieser gesamtgesellschaftliche Einsatz, diese Form von Solidarität für Menschen aus Pforzheim und der Region, die unverschuldet in Not geraten sind, macht MIN so stark. Aber ohne Sie und Ihre Hilfe wäre unser Hilfsverein nichts. Wir werden nun die gespendeten Gelder Schritt für Schritt an bedürftige Einzelpersonen oder Hilfsprojekte weitergeben. Sie können sicher sein, dass wir die finanziellen Zuwendungen und Spenden streng nach dem Treuhänderprinzip behandeln. Das heißt: Jeder gespendete Euro kommt zu hundert Prozent bei den Hilfsbedürftigen an, da Personal- und Sachkosten vollständig von der Pforzheimer Zeitung übernommen werden. Dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht, garantiert ein Beirat, bestehend aus Vertretern der Sozialorganisationen. Dort wird vor allem die Sinnhaftigkeit der Spenden an Bedürftige geprüft. Und wie bei jedem ordentlichen verein gibt es auch bei MIN Vorstandssitzungen und Kassenkontrollen.

Immer häufiger stellen wir in diesen Tagen fest, dass wir städtische Projekte mitfinanzieren müssen. Dies sind immer Dinge, die sozial schwachen Familien, in erster Linie den Kindern, zugute kommen. MIN engagiert sich auch auf dem Feld der Bildungsangebote für den Nachwuchs aus dem sozial problematischen Umfeld. Dorthin, liebe Leserinnen und Leser, fließen Ihre Spenden. Und sie kommen auch mehr und mehr bei alleinerziehenden Müttern oder völlig verarmten alten Menschen an, die aus Scham den Gang zum Sozialamt scheuen. Wir legen unser Hauptaugenmerk auf die breite Masse der Notleidenden. Wir tun dies in Ihrem Namen und mit Ihrem Geld. Denn wir sind der Meinung, dass niemand menschenunwürdig leben darf in einer der reichsten Gesellschaften der Welt. In einer Gesellschaft, in der zwar viel von Chancengleichheit geredet wird, die es aber tatsächlich nicht gibt.

Wir lindern nur die gröbste Not. Denn jeder Mensch hat es verdient, ein Dach über dem Kopf und etwas zum Essen zu haben. Dies gilt gerade in der Weihnachtszeit.

Und letztlich erfüllen wir mit MIN eine Aufgabe, die unser Staat nicht mehr leistet. Denn bei überforderten Sozialetats der Städte und Gemeinden braucht es Organisationen wie „Menschen in Not“ oder Stiftungen, die in die Bresche springen. Dass Sie uns dabei maßgeblich unterstützen, kann man nicht hoch genug anrechnen. Wir möchten Ihnen nochmals herzlich danken.

Und wir wünschen Ihnen ein glückliches und gesundes neues Jahr.

Albert Esslinger-Kiefer, PZ-Verleger

Thomas Satinsky, Vorsitzender Menschen in Not

Susanne Knöller, Vorsitzende Menschen in Not