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Der Lack am Alten ist ab: Der Stadtjugendring kauft ein E-Spielmobil, um das Angebot breiter aufzustellen.  Foto: Meyer 

„Menschen in Not“-Weihnachtsaktion 2021 – das sind die großen Projekte

Erlebnisweihnacht: Die Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit. Deshalb organisiert die Diakonie Pforzheim in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring eine Erlebnisweihnacht. Kinder und ihre Familien, einsame, alte und junge Anwohner werden an einem Nachmittag in einen der vier DiakoniePunkte Altstadt, Dillweißenstein, Brötzingen und Weststadt eingeladen. Die Märkte sind 2 G+-Veranstaltungen. Die DiakoniePunkte sind festlich geschmückt, haben einen Tannenbaum und Weihnachtsmusik, allerdings nicht live. Die Menschen können auf einen Weihnachtspunsch vorbei kommen und sich ein Weihnachtspäckchen abholen. Darin sind: Bienenwachskerzen mit Anleitung zum Drehen, ein Punsch zum Selbstwarmmachen, ein Päckchen Weihnachtsmandeln, Seife, ein Weihnachtsgruß. Der DiakoniePunkt KF89 macht die Päckchen für Senioren je nach Bedarf.

Digitale Ausstattung und Bildung von Kindern: Im Zentrum für Familien in der Pforzheimer Innenstadt werden Kinder aus sozial und finanziell benachteiligten Familien begleitet, gebildet und gefördert. Dort soll ihnen – neben der bedingungslosen Annahme und Wertschätzung – ein geregelter, an Ritualen orientierter und sinnstiftender Tagesablauf geboten werden. Die Kinder, die sich überwiegend im Grundschulalter befinden, kommen nach der Schule ins Zentrum, um dort Mittag zu essen, ihre Hausaufgaben zu machen, schulisch gefördert zu werden und danach im Freispiel oder in Projekten pädagogische und soziale Bildung zu erfahren. Im Zentrum für Familien stehen einige Tablets zur Verfügung, die die digitale Bildung der Kinder unterstützen sollen. Allerdings nicht genügend. Für rund 12.000 Euro sollen weitere Tablets gekauft und die Kinder geschult werden.

Forum für Alleinerziehende: Familienkonzepte sind heute anders als im 20. Jahrhundert. Ein großer Teil von Kindern wächst nicht mehr in Familien mit beiden leiblichen Elternteilen auf. Alleinerziehend zu leben, ist in den meisten Fällen kein geplanter Schritt und nicht die gewünschte Lebensform der betroffenen Elternteile und Kinder. Gerade in den durch die Pandemie bedingten Lockdowns hat sich gezeigt, dass alleinerziehende Eltern und deren Kinder besonders gestresst und benachteiligt waren. Prekäre Beschäftigungslagen haben nicht nur die aktuellen finanziellen Nöte verschärft, sondern auch die Zukunftsängste. Mit Beziehungsarbeit bietet der Kinderschutzbund den Alleinerziehenden aus Pforzheim und dem Enzkreis eine Vertrauensbasis, offenen Austausch und Reflexion der eigenen Lebensrealität. Die offenen Treffen finden immer 14-tägig statt und werden in den kommenden zwei Jahren mit 30.000 Euro unterstützt.

E-Spielmobil für den Stadtjugendring: Das Spielmobildes Stadtjugendrings ist ein treuer Gefährte. Immer wenn Aktionen der mobilen Kinder- und Jugendarbeit (Moki) stattfinden, ist der Transporter dabei: bei Ferienprogrammen, Kinderfesten oder Schulaktionen. Er bietet Platz für verschiedene Spielgeräte, unhandliche Tischgarnituren und sonstige schwer zu bewegende Dinge. Der Transporter ist allerdings mehr als in die Jahre gekommen. Rost nagt an der Hülle und frisst sich unaufhaltsam durch.

Der alte Verbrenner hinterlässt nicht nur beim Anlassen eine dicke dunkle Wolke Abgase. Der Stadtjugendring setzt nun auf eine Alternative: Das neue Spielmobil wird ein Elektrofahrzeug sein. Der Neupreis für dieses Gefährt liegt bei rund 65 000 Euro.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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