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Volles Haus im Wartbergbad: Auch künftig sollen Kinder aus sozial benachteiligten Familien günstig planschen können. seibel/ PZ-Archiv
Volles Haus im Wartbergbad: Auch künftig sollen Kinder aus sozial benachteiligten Familien günstig planschen können. seibel/ PZ-Archiv
27.07.2015

„Menschen in Not“ ermöglicht sozial schwachen Kinder das Baden

Wegen geringer Nachfrage eingestellt: So endete im Dezember vergangenen Jahres die Geschichte der Sun-14-Karte (die PZ berichtete). Als Hintergrund nannte der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) die geringe Nachfrage. Rund 1700 Stück seien 2014 verkauf worden.

Die Monatskarte bot in den Sommerferien ab 14 Uhr günstige Mobilität im Verbundgebiet – und ermöglichte es Kindern, die Badespaß-Karte für Freibäder zu erhalten, die im Schulalltag keine Dauerkarte benötigten. Die Badespaß-Karte war sonst Besitzern von Schülermonatskarten vorbehalten. Die Entscheidung trifft besonders sozial schwächere Familien. Für sie entfällt die Gelegenheit, zum kleineren Preis Bus zu fahren und die Freibäder zu besuchen, wie dies mit der vergünstigten Kombination aus Sun 14 und Badespaß-Karte möglich war – die Kosten für Letztere wurden vom Sozialamt getragen. Zwischen 50 und 100 Schülern nutzten das Angebot pro Saison, erinnert sich Hartmut Wagner, Geschäftsführer des Stadtjugendrings (SJR), der die Karten ausgab.

Die vom VPE angesichts der Abschaffung von Sun 14 empfohlene Alternative, auf eine Schülermonatskarte zurückzugreifen, bedeutet für die betroffenen Kinder deutlich höhere Kosten. Statt 16,50 Euro für die vergünstigte Version (der Grundpreis lag bei 23,50 Euro) würden nun 37 Euro fällig. Vor diesem Hintergrund haben Stadträte der Grünen Liste und von „Wir in Pforzheim“ (WiP) die Entscheidung kritisiert und deren Rücknahme gefordert, um es auch ärmeren Schülern zu ermöglichen, in den Sommerferien die Freibäder zu besuchen. Am Dienstag wollen sie das Thema noch einmal im Gemeinderat diskutieren (die PZ berichtete). Die Erfolgsaussichten sind jedoch fraglich.

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