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17.12.2009

Menschen in Pforzheim freuen sich auf Weihnachten

PFORZHEIM. Weihnachten ist vieles: Das Fest der Freude und des Friedens, und der Tag, an dem vielen ihr freudloses Leben erst bewusst wird und an dem es übermäßig viel Streit in der Familie gibt. Weihnachten ist kindliche Vorfreude und ausgewachsener Einkaufsstress. PZ-news wollte es genauer wissen und hat Menschen in der Pforzheimer Fußgängerzone gefragt, wie sehr sie sich auf Weihnachten freuen.

Am Heiligen Abend genießen Familien das gemütliche Zusammensein, man freut sich, weil man sich lange nicht mehr gesehen hat, unterhält sich bis tief in die Nacht hinein. Oder man spürt an diesem Tag als Einzelner die Einsamkeit umso schmerzlicher.

Und wie ist das mit dem Feiern, dem Besinnlichen, dem Schenken? Eine Standbetreiberin des Pforzheimer Weihnachtsmarktes bemängelt zum Beispiel, dass vor allem Kinder nur noch wert darauf legen würden, das größte und beste Geschenk zu erhalten. Der Pfarrer einer örtlichen Kirchengemeinde beklagt, dass der eigentliche Gedanke des Christfestes schnell einmal abhanden komme. Selbst eine junge Pforzheimer Muslima kann trotz anderen Glaubens mit ihrer Familie der Bedeutung der Weihnachtszeit etwas beimessen.

Aber welche Bedeutung hat die Kirche eigentlich noch an Weihnachten? PZ-news gegenüber haben viele von einer "großen" Bedeutung gesprochen. Auch eine junge Pforzheimer Mutter, die über die Feiertage zu ihrer Familie nach Mecklenburg-Vorpommern fährt, und deren größte Sorge der Schnee ist, der in den vergangenen Jahren leider gefehlt habe.

Und wie feiern die Menschen Weihnachten? Die meisten machen das immer noch wie eh und je: zusammen mit der Familie. Schwieriger ist es, wenn man einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt besitzt und völlig erschöpft beim Festtagsessen sitzt und eigentlich am liebsten schlafen würde. Als Pfarrer mit sechs Kindern ist Weihnachten schon eine größere Aufgabe und Verpflichtung. Christbaum schmücken, danach in die Kirche, um zu predigen, dann wieder nach Hause, um mit den Kindern ein Krippenspiel aufzuführen. Danach gibt es die Geschenke.