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Die Zugabe gab es gleich zum Start: Einen Tag früher als üblich macht der Messplatz seinem Namen alle Ehre. Foto: Ketterl
16.06.2017

Mess-Frühstart macht Schaustellern und Publikum Freude

Pforzheim. Wird alles pünktlich fertig? Hat sich der Frühstart überhaupt unter Mess-Freunden herumgesprochen? Und spielt auch das Wetter mit? Ein Blick in die Gesichter der Schausteller spricht Bände: dreimal Ja! Gleich vom Start weg ist die außergewöhnliche, weil elf Tage andauernde Pforzemer Mess 2017 ein Publikumsmagnet.

Bildergalerie: Erster Tag auf der Pforzheimer "Mess"

Bildergalerie: Fassanstich und Eröffnungsfeier der Pforzheimer Mess

Wer am Fronleichnamstag vor Ort war, erlebte Historisches. Auch nach seinen Recherchen hat die Mess noch nie an einem Donnerstag begonnen, bestätigt Karl Müller („Mais-Man“). Der ungewohnte Auftakt brachte ihn und seine Kollegen in Zugzwang. Noch schneller als sonst mussten Fahrgeschäfte und Buden in Position gebracht werden. „Es war sehr stressig“, sagt Müller, um gleich zu ergänzen: „Wir sind alle sehr zufrieden.“ Prima sei der Zuspruch an Fronleichnam gewesen: „Der Platz war gut gefüllt.“ Außerdem habe man „Dusel mit dem Wetter“ gehabt – das vorhergesagte Unwetter schrammte dann doch an der Goldstadt vorbei.

Startschuss für Pforzemer Mess

Klar habe jeder Schausteller einen personellen und logistischen Mehraufwand, sagt Dieter Seyfert („Cocktail-Bar“). Aber der Feiertag sei „ein geschenkter Tag von der Stadt Pforzheim“ gewesen „Wenn alles so weitergeht, wird das eine gute Mess.“ Auch Heiner Wirth („Schwaben-Derby“) hat insbesondere am Donnerstagabend eine hohe Frequenz verzeichnet. Viele bekannte Gesichter habe er ausgemacht. „Die Leute warten auf ihre Mess“, weiß Karl Thaldorf, dessen Transfer mit der SWP-Bimmel-Bahn vom Markt- zum Messplatz bis in die Abendstunden rege genutzt wurde. Erst zum zweiten Mal ist die Familie Hofnaegels vor Ort – im Vorjahr mit dem Looping-Karussell „Infinity“, jetzt mit dem Propeller „Boostermaxxx Mega 4G“. Zufrieden sei man mit dem Auftakt, begeistert von der Mess, so Toon Hoefnagels: „Am liebsten würden wir jedes Jahr kommen.“

Gute Geschäfte werden auch auf dem Krämermarkt vermeldet. Mit dem außergewöhnlichen Eröffnungstag habe man auch andere Besuchergruppen angesprochen, berichten Mina Niederschweiberer und Markus Rauscher („Gundel Pfannen“): „Da waren Leute darunter, die kannten uns noch gar nicht.“ Der Feiertag sei ein Glücksfall gewesen, aber wohl auch ein außergewöhnlicher Einzelfall. „Ich halte nichts davon, Traditionsveranstaltungen künstlich zu verlängern“, sagt Rauscher.