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Die filigranen Wunder der Feinmechanik, gezeigt von Sven Lutsch (Goldschmiede- und Uhrmacherschule). Foto: Seibel
Jung-Redakteur Simon Püschel informiert Franziska Müller (18) über die PZ. Foto: Seibel
Kilian Wegner schätzt Silber bei Dominic Seibel und Felix Böhm (Doduco, von links). Foto: Seibel
Wissenswertes und Lehrreiches aus erster Hand: Über den Beruf des Kfz-Mechatronikers informiert sich Gasin Gindi (rechts) bei Jessica Bosch und Tim Lirsch vom Autohaus Walter. Foto: Seibel
05.02.2017

Messe in CCP und Jahnhalle: Einblick in die große Welt der Berufe

Was mache ich nach meinem Schulabschluss? Welcher Beruf passt zu mir? Wo finde ich eine Ausbildungsstelle und welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Diese und weitere Fragen ziehen am Samstag Scharen junger Leute zur Ausbildungs- und Weiterbildungsmesse Beruf aktuell ins CongressCentrum Pforzheim (CCP).

Bildergalerie: Aus- und Weiterbildungsmesse informiert im CCP über Berufschancen

Ausbildungsmesse im CCP war voller Erfolg

Von „A“ wie Aldi Süd bis „W“ wie Witzenmann GmbH reicht die Palette der Aussteller. 197 an der Zahl – ein Rekord – informieren an bunten Ständen über ihr Ausbildungsangebot. Dazu gehören neben Industrieunternehmen auch Banken, Dienstleister und Schulen. Die Messe der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim verteilt sich nicht nur auf das CCP, sondern schon zum zweiten Mal auch auf die Jahnhalle und ist ein Erfolg: Die Hallen sind gerammelt voll, nur Schritt für Schritt kommt man voran. Die größte Berufsmesse in Pforzheim lockt bis zu 7000 Besucher ins Stadtzentrum. Sie haben hier die Gelegenheit, sich im direkten Gespräch mit Auszubildenden, Ausbildern und Personalverantwortlichen zu informieren.

Sich einen Überblick zu verschaffen, ist das Ziel von Volker Braun. Der Vater begleitet seine 18-jährige Tochter Ines quer durch die Halle. „Für mich ist es wichtig, Firmen aus der Region zu entdecken, die ich bislang überhaupt nicht kannte“, sagt er. Denn nur wer umfassend über die beruflichen Möglichkeiten informiert ist, kann sich später auch richtig entscheiden. Martina Lehmann, Chefin der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim, liegt es besonders am Herzen, dass auch Erwachsene angesprochen werden. „Sie sollen die Möglichkeit bekommen, das umzusetzen, was immer alle sagen: sich ständig weiterzubilden.“ Dazu müsse man aber wissen, was es in der Region alles gebe.

Gut besucht ist beispielsweise der Stand der Bundeswehr. 60 verschiedene Ausbildungsberufe werden dort angeboten, vom handwerklichen über den kaufmännischen bis zum IT-Bereich. „In erster Linie ist man aber Soldat, das muss den Leuten bewusst sein“, erklärt Erik Ulsamer, Karriereberater bei der Truppe. Dafür ist die Ausbildungsmesse eben auch da: um Berufe transparenter zu machen. Carina Szymiczek (15) hat es deshalb in die Jahnhalle gezogen. Sie will später im Bereich Mediengestaltung arbeiten. „Zuerst möchte ich hier mehr über den Beruf erfahren, danach suche ich nach möglichen Firmen“, ist ihre Strategie. Das Ziel? „Am Ende des Tages gleich ein paar Bewerbungsschreiben aufsetzen.“

Die Ausbildungsmesse bietet eine optimale Plattform für alle Firmen, um junge Menschen zu erreichen. „Das trägt definitiv Früchte“, betont Martin Eberle von der Firma Eberle. Aber die Betriebe sollen nicht nur erklärt, sondern vor allem auch gezeigt werden. Dafür bieten die Aussteller praktische Beispiele. So können Interessierte am Stand des Galvanikbetriebs Enayati aus Birkenfeld Cent-Stücke selbst vergolden. „Vor einem Jahr stand ich noch auf der anderen Seite des Stands“, schmunzelt Mario Elid (18) von Enayati. Über die Ausbildungsmesse im CCP hatte er sich über den Galvanikbetrieb informiert und stellt seine Firma jetzt als Azubi selbst vor. So einfach kann es eben auch laufen.