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Polizei und Rettungsdienst waren im Benckiserpark im Einsatz. Foto: Ketterl
17.06.2015

Messerstecher vom Benckiser Park bleibt wohl auf freiem Fuß

Pforzheim. Ein Streit, der am Montag zwischen zwei einander unbekannten Männern im Benckiserpark entbrannt war, endete für einen von ihnen blutig. Ein 33-Jähriger hatte dem Pforzheimer schwere Stichverletzungen mit einem Messer zugefügt. Das Amtsgericht sieht jedoch keinen Grund für Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Über die Hintergründe, die zu der körperlichen Auseinandersetzung geführt hatten, will sich die Polizei bislang noch nicht äußern. Diese seien noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Bernhard Ebinger. Die Staatsanwaltschaft habe Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt.

Dieser sei seitens des Amtsgerichts jedoch nicht erlassen worden „Wir prüfen gerade, ob wir dagegen Rechtsmittel einlegen werden“, teilt Ebinger mit.

Das Opfer befindet sich laut Ebinger nach letzten Informationen noch immer in einem Krankenhaus. Der Messerstecher hingegen, der bei der Auseinandersetzung ebenfalls Verletzungen davongetragen hatte und in einer Klinik behandelt werden musste, soll diese bereits wieder verlassen haben. Er werde jedoch nur als Beschuldigter, nicht als Geschädigter geführt, sagt Ebinger. Seine Verletzungen seien lediglich auf Abwehrreaktionen zurückzuführen.

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