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An der Durlacher Straße 6 in Pforzheim hat eine 40-jährige Frau ihren 51-jährigen Ex-Freund durch einen Messerstich in den Rücken verletzt.
An der Durlacher Straße 6 in Pforzheim hat eine 40-jährige Frau ihren 51-jährigen Ex-Freund durch einen Messerstich in den Rücken verletzt. © Ketterl
20.06.2012

Messerstecherei in Weststadt ist Beziehungstat

Pforzheim. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat am Mittwochnachmittag Anwohner an der Durlacher Straße aufgeschreckt. Nach Angaben der Polizei ist es im Haus Durlacher Straße 6 nach einem Beziehungsstreit zu einer Körperverletzung gekommen. Eine 40-jährige Frau hat ihrem betrunkenen, 51-jährigen Ex-Freund mit einem Küchenmesser in den Rücken gestochen.

Die zwei Zentimeter tiefe Stichwunde blutete zwar heftig, war aber nicht lebensbedrohlich. Zeugen hatten gegenüber PZ-news erklärt, dass ein Mann mit Stichwunden vor dem Hauseingang zusammengebrochen sei. Das Blut, so Zeugenaussagen, sei vor der Haustür auf dem Boden zu sehen gewesen. Die Wunde des Mannes ist in einem Pforzheimer Krankenhaus genäht worden. Der 51-Jährige ist auf seinen Wunsch hin gleich wieder entlassen worden.

Dem Messerstich vorausgegangen ist ein heftiger Streit des ehemaligen Paares. Bei der Auseinandersetzung am Tag zuvor soll der Mann die 40-Jährige, so die Polizei, geschlagen haben. Am Tag nach dem Gewaltakt sei der Ex-Freund in betrunkenem Zustand wieder in die Wohnung der Freundin zurückgekehrt. Diese wollte ihn aus der Wohnung weisen. Ein Augenzeuge hat, so die Polizei, bestätigt, dass der Messerstich wohl eher ungewollt den Rücken des 51-Jährigen traf. Es soll sich auch nur um eine zwei Zentimeter tiefe und nicht mehrere Wunden gehandelt haben.

Nach ersten Aussagen von Zeugen, die PZ-news informiert haben, sollen vier Polizeiwagen sowie Krankenwagen und Notarzt vor Ort gewesen sein. Es war nicht der erste Messerstecher-Fall in dem Haus, in dem vorwiegend Menschen wohnen, die von Hartz IV leben. Hier wurde schon ein junger Mann brutal vergewaltigt, der sich dann das Leben nahm. Eine Frau wurde mit mehreren Männern aus dem Haus getragen, wobei für sie die Rettung zu spät kam. Sie war so betrunken, dass sie später im Krankenhaus wohl an den Folgen des Alkoholexzesses starb. Vor einiger Zeit sind auch Gegenstände wie Flaschen oder ein Wasserkocher aus einem der oberen Stockwerke auf die Straße geworfen worden.

Allerdings ist es in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich ruhiger in dem zum Wohnhaus umgebauten Fabrikgebäude geworden. Diverse Beruhigungs-Maßnahmen der Hausverwaltung scheinen gewirkt zu haben. So wurde zum Beispiel der Mietermix verändert. ich/tok/walle

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