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26.05.2009

Mietvertrag für möglichen Neonazi-Laden geplatzt

PFORZHEIM. Entwarnung in der Nordstadt: Die Besitzerin des Anwesens Bertholdstraße 18 (Ecke Hohenstaufenstraße) hat nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Schick den mündlichen Mietvertrag mit einem 28-jährigen Kämpfelbacher aufgelöst – es kommt also nicht, wie geplant, zur Etablierung eines Kleider- und Tattoo-Ladens am 5. Juni.

Die PZ-Recherche hatte am Montag bei der Polizei für hektische Aktivitäten gesorgt, befürchtete man doch Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken, weil in dem geplanten „Scandal-Tattoo“ Klamotten verkauft werden sollten, die in der rechtsextremen Szene gerne getragen werden. Der Kämpfelbacher sagte gegenüber der Polizei, es tue ihm leid – er habe nicht gewusst, was er damit auslösen würde. Die Kosten für die Renovierung bekommt er erstattet.

Die Polizei wird aber dennoch einige Tage lang verstärkt vor Ort Präsenz zeigen. Mit der Kündigung hat sich ein Wunsch von Frank Hirschfeld (Löbliche Singer) erübrigt: Der entrüstete Nordstädter hatte an die moralische Verantwortung von Haus- und Grundbesitzern appelliert. ol