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© dpa
02.07.2014

Mit Animation: Großunterkünfte für Flüchtlinge beschlossene Sache

Die Stadtverwaltung kann auf Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses von Dienstagabend vor allem mit Zustimmung der CDU, SPD, der Freien Wähler und der FDP nun an drei Standorten Container für je 100 Asylbewerber für eine Dauer von fünf Jahren aufstellen. Es fehlen voraussichtlich 240 Plätze.

Sowohl an der Adolf-Richter-Straße im Brötzinger Tal als auch im Eutinger Tal entstehen dadurch Großunterkünfte, weil an beiden Standorten bereits etwa 100 Flüchtlinge leben. Im Eutinger Tal kommen noch über 100 Obdachlose im vorwiegend östlichen Teil der Siedlung dazu. Der Rest der Eingewiesenen im westlichen Teil wird gerade umgesetzt.

Wie läuft das Asylverfahren? Klicken Sie sich mit den Pfeiltasten durch unsere Anmiation:

Auf diese „Mogelpackung“ wies Stadtrat Spohn (Linke) während der Sitzung hin. Er plädierte dafür, nur den ehemaligen Landfahrerplatz für die Container zu benutzen und parallel dazu nach kleinen Einheiten für die Unterbringung im Stadtgebiet zu suchen. Die Verwaltung hatte eine Liste von 23 Arealen in den Fachausschüssen vorgestellt.

Sibylle Schüssler (Grüne Liste) kritisierte den Unwillen der Verwaltung, dem Gemeinderat gleichzeitig eine Lösung für die dezentrale Unterbringung der Asylbewerber zu präsentieren. Das diene der Integration der Menschen. Die Stadt lasse eine Willkommenskultur vermissen, erklärte Spohn.

Die Ansiedlung der Fremden in der Obdachlosensiedlung lehnte Schüssler ab, da dieses Vorgehen den vor drei Jahren gefällten Grundsatzbeschluss konterkariere, die Siedlung aufzulösen. „Wir wollen keinen sozialpolitischen Sprengstoff schaffen“, sagte Schüssler. Sowohl die Bürgerinitiative WiP als auch die Linke und die Grüne Liste stimmten gegen die drei vorgeschlagenen Container-Standorte. Bis auf die FDP stimmten alle Fraktionen für elf zusätzliche Stellen.

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