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Abschied von einem „Amtsleiter-Schwergewicht“: OB Peter Boch (rechts) überreicht dem Leiter des Jugend- und Sozialamts, Rüdiger Staib, Blumen.  Foto: Stadt 

„Mit Herzblut für Pforzheim eingesetzt“: Abschied von Amtsleiter Rüdiger Staib

Pforzheim. Nach fast 50 Jahren im Pforzheimer Rathaus verlässt der langjährige Leiter des Jugend- und Sozialamtes, Rüdiger Staib, die Stadt Pforzheim (die PZ hat berichtet). „Mit großer Kraft und viel Engagement hat der sympathische Amtsleiter sich für die Stadt und ihre Belange eingesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Hauptamt, Dezernatssekretär zweier Oberbürgermeister, Personal- und Organisationsamt, kommissarischer Leiter des Hochbauamts, Leiter des Sozialamts, Leiter der Stadtkämmerei, Leiter des Jugend- und Sozialamts – das waren Staibs Stationen im Rathaus.

Dieses Spektrum sei hilfreich bei der Bewältigung zahlloser Vorgänge gewesen: Ob Bürgernähe als Dezernatssekretär oder Flexibilität als Organisator, Rüdiger Staib habe die ihm gestellten Aufgaben mit Bravour gemeistert und eine Lösung gefunden. So zum Beispiel für die Neuorganisation des damaligen Hochbauamts, für die Neuorganisation des gesamten Finanzbereiches oder für die Hartz IV-Reformen. Auch bei der Zusammenlegung des Amts für Jugend- und Familie und des Amts für Soziale Sicherung und Integration, wie das Jugend- und Sozialamt mittlerweile heißt, war Staib gefordert. Als das Amt 2018 nochmals um die Abteilung Kindertagesstätten wuchs, hatte er seinen Bereich zu einem der wichtigsten Ämter der Stadtverwaltung ausgebaut. Als Führungspersönlichkeit sei er unaufgeregt, zielorientiert und zurückhaltend gewesen.

In einer kleinen internen Abschiedsfeier im Rathaus würdigte Oberbürgermeister Peter Boch den scheidenden Amtsleiter: „Sie haben sich all die Jahre mit Herzblut, gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein für die Stadt Pforzheim eingesetzt“. Bürgermeister Frank Fillbrunn fiel es sichtlich schwer, das „Amtsleiter-Schwergewicht“ gehen zu lassen: „Sie haben in einer lebenswerten Großstadt für alle sozialen Schichten gearbeitet; durch Ihr Wirken ist das Thema Integration vorangekommen“.