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Wie der Bundestag funktioniert, warum der Plenarsaal oft so leer aussieht und die Abgeordneten dennoch viel arbeiten – Gunther Krichbaum weiß es; die Wanderausstellung des Bundestags erklärt es. Dass die großformatigen Tafeln bis zum 24. Juni in der Schlössle-Galerie zu sehen sind, freut auch Center-Managerin Rita Phieler. Foto: Ketterl
Wie der Bundestag funktioniert, warum der Plenarsaal oft so leer aussieht und die Abgeordneten dennoch viel arbeiten – Gunther Krichbaum weiß es; die Wanderausstellung des Bundestags erklärt es. Dass die großformatigen Tafeln bis zum 24. Juni in der Schlössle-Galerie zu sehen sind, freut auch Center-Managerin Rita Phieler. Foto: Ketterl
19.06.2017

Mit der Botschaft der Demokratie auf Tour

Pforzheim. Die erste Schulklasse war bereits vor der offiziellen Eröffnung da gewesen, Schüler des nahe gelegenen Hilda-Gymnasiums. Ihre Direktorin Edith Drescher wiederum zählte, gemeinsam mit ihren Kollegen Kai Adam vom Reuchlin- und Joachim Zuber vom Schiller-Gymnasium zu den Gästen, als der Pforzheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum dann pünktlich um 12 Uhr die Wanderausstellung des Deutschen Bundestags in der Schlössle-Galerie eröffnete. Sie ist bis zum 24. Juni zu sehen, besteht seit fast 30 Jahren und gastiert in bis zu 160 Städten jährlich.

Schulklassen gehören zur Zielgruppe, aber die Schautafeln wenden sich an alle, die sich für die Arbeit, die Zusammensetzung und die Geschichte des deutschen Parlaments interessieren – und das sollten möglichst viele sein, wie Krichbaum in seiner Ansprache sagte. „Demokratie lebt vom Mitmachen, und es gehört dazu, Partei zu ergreifen“, so Krichbaum. Es gehöre auch dazu, unterschiedliche Positionen zu beziehen und, wenn es sein muss, dafür zu streiten. In einem aber müsse Übereinstimmung herrschen: in der Ablehnung von Rassismus und Antisemtismus.

„Bei Veranstaltungen, bei denen Antisemiten ein Forum gegeben wird, ist eine rote Linie überschritten“, erklärte Krichbaum mit Blick auf eine vielfach kritisierte Veranstaltung der Pforzheimer AfD mit Wolfgang Gedeon gestern Abend, der wegen antisemitischer Äußerungen selbst von großen Teilen der Landes-AfD gemieden wird.

In dieser Kritik weiß sich Krichbaum einig mit dem FDP-Landtagsfraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Rülke, der seinerseits gestern genauso zur Ausstellungseröffnung gekommen war wie auch die Bürgermeister von Neulingen, Michael Schmidt, und Keltern, Steffen Bochinger, der Direktor der WSP, (Wirtschaft Stadtmarketing Pforzheim), Oliver Reitz, und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Pforzheimer Gemeinderat, Florentin Goldmann – und Vertretern der Werbegemeinschaft der Schlössle-Galerie sowie Center-Managerin Rita Phieler.