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13.01.2010

Mit schockierenden Anrufen Tausende Euro erbeutet

PFORZHEIM. Am vergangenen Samstagnachmittag erhielten drei Bürger in Pforzheim Anrufe in russischer Sprache, bei denen ihnen eine „Notlage“ des Sohnes vorgespiegelt wurde. In einem Fall erbeuteten noch unbekannte Betrüger mehrere Tausend Euro.

In zwei Fällen wurde geschildert, dass der Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte und die Sache nur gegen Bezahlung mehrerer Tausend Euro geregelt werden könne, ansonsten drohe die Verhaftung. In einem weiteren Fall wurde vorgegeben, dass der Sohn einer Körperverletzung beschuldigt wird. Wiederum zur Verhinderung eines Strafverfahrens wurden mehrere Tausend Euro gefordert.

In zwei Fällen wurden die Geschädigten misstrauisch und verweigerten die Zahlung. Im dritten Fall wurde auf die Forderung eingegangen und so mehrere Tausend Euro erbeutet.

In jüngster Vergangenheit waren solche „Schockanrufe“ nicht nur in Pforzheim aufgefallen. Bei den Geschädigten handelt es sich ausschließlich um russisch sprechende Mitbürger. Die Täter nutzen, ähnlich wie beim „Enkeltrick“, die Hilfsbereitschaft ihrer potenziellen Opfer aus und erbeuten so mehrere Tausend Euro Bargeld. Der geforderte Geldbetrag wird nie vom Anrufer selbst, sondern von einer im Auftrag des Anrufers handelnden Person abgeholt.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizeidirektion Pforzheim vor erneutem Auftreten dieser Täter. Um sich zu schützen können folgende Tipps gegeben werden:

  • Kein Preisgeben von Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen
  • Rücksprache bei Familienangehörigen nach Anrufen mit finanziellen Forderungen nach angeblichen Notlagen
  • Überprüfung der Angaben des Anrufers
  • Keine Übergabe von Bargeld an unbekannte Personen
  • Kontaktaufnahme mit der Polizei bei verdächtigen Anrufen