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Gezeigt: Das Deutsche Rote Kreuz erläuterte auf der Bühne, wie das DRK Verletzten hilft. © Ketterl
Action und Infos gab es reichlich beim Markt der Möglichkeiten. © Ketterl
18.09.2010

Mitmachen Ehrensache: "Markt(platz) der Möglichkeiten"

PFORZHEIM. Ob Marionettenbühne, Nachbarschaftshilfe bis hin zum Sportkreis – rund 60 Gruppierungen haben sich bei „Markt(platz) der Möglichkeiten“ präsentiert. Rund 2000 Besucher nutzen die Chance auf Information.

Bildergalerie: Markt der Möglichkeiten

Oberbürgermeister Gert Hager lies keinen Zweifel: Der Verwaltungschef schätzt das ehrenamtliche Engagement der Pforzheimer und würdigte es bei der Eröffnung des ersten Markt(platzes) der Möglichkeiten: „Wer sich im Ehrenamt betätigt, der steht zu Pforzheim“, stellte Hager fest. In einem Rahmenprogramm erhielten die beteiligten Vereine und Gruppierungen die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren: So auch die PZ-Hilfsorganisation „Menschen in Not“, die nach Angaben von Vorsitzenden Rolf Ritter vor 14 Jahren gegründet worden sei.

Nach Ansicht von Ritter habe „Menschen in Not“ deshalb so großen Erfolg, weil die Spenden in Pforzheim und dem Enzkreis bleiben. Im vergangenen Jahr hat die Hilfsorganisation 470 000 Euro für den guten Zweck gespendet. Ziel bei der PZ-Aktion „Hand in Hand“, die mittlerweile über die Stadtgrenzen von Pforzheim hinaus bekannt geworden ist, sei es gewesen, ein Bürgerschaftsgefühl und Gemeinschaftsgefühl zu stärken, erklärte Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“. Diese Aktion hat mittlerweile über 200 000 Euro zusammengetragen.

Ohne die Beteiligung von Ehrenamtlichen könnten Caritas und Diakonie nicht arbeiten – das betonten sowohl Rolf Gratzer für die Caritas als auch Pfarrer Wolfgang Stoll für die Diakonie. „Ehrenamtliches Engagement ist auch eine aktive Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft“, würdigte der Diakonie-Chef die Arbeit der Freiwilligen.

Die Anzahl der 150 Mitglieder auf 500 zu erhöhen, hatte sich Marianne Engeser, Vorsitzende des Fördervereins Hospiz, als Ziel gesetzt. Denn dann könnte allein durch die Beiträge der Mitglieder das Defizit des Hospizes größtenteils gedeckt werden.

Mitgliedergewinnung war ein Ziel der beteiligten Organisationen wie beispielsweise von „Pforzheim mitgestalten“ oder der „Löblichen Singergemeinschaft“. Für Gerhard Deißler von der Bergwacht war auch die Vernetzung mit den anderen Institutionen wichtig.

Hardy Wagner, Geschäftsführer des Stadtjugendring, der das Lernbegleiterprogramm vorstellte, hofft auf den nächsten Tag des Ehrenamtes. Allerdings würde er sich wünschen, dass die Besucher noch stärker in das Programm eingezogen würden und insgesamt das Rahmenprogramm bunter gestaltet würde.

Schließlich würde es für die Institutionen wie auch den Stadtjugendring immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden. Die Freiwilligen Agentur, die von Volkshochschule und Kreisseniorenrat getragen wird, war im vergangenen Halbjahr nicht untätig, wie VHS-Chef Dagobert Breitkreutz betonte: 102 Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, konnten auf 89 Stellen vermittelt werden.

www.pforzheim.de/leben-in-pforzheim/ehrenamt