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Pforzemer Mess

Ist das schon ein Freudenschrei für die Mess? Stolz auf ihren Louis Alexander sind Waffelbäcker Alexander Schreiber aus Neulingen und Christina Hack.
Ist das schon ein Freudenschrei für die Mess? Stolz auf ihren Louis Alexander sind Waffelbäcker Alexander Schreiber aus Neulingen und Christina Hack. © Tilo Keller
11.06.2019

Mitten in der Aufbauzeit ein kleines Wunder: Kurz vor der Mess hat es Louis eilig

Pforzheim. Es hat schon seinen tieferen Sinn, dass Louis Alexander Schreiber seinen Papa im Namen trägt. Schließlich hat der Sohn des Waffelbäckers und Schaustellers Alexander Schreiber aus Neulingen ganz offensichtlich das Mess-Gen im Blut.

Denn eigentlich sollte Louis erst am 22. Juni das Licht der Welt erblicken. Doch nun dürfen ihn Schreiber und seine Partnerin Christina Hack bereits jetzt in ihren Armen wiegen.

„Alles richtig gemacht, genau perfekt“, sagt Alexander Schreiber schmunzelnd: „Der Junge hat gemerkt, dass bald die Pforzemer Mess losgeht – und die wollte er nicht verpassen.“

Am Donnerstag noch stand Christina Hack ihrem Mann auf dem Messplatz beim Aufbau der Stände zu Seite – sie reinigte die Teile, er baute auf. Danach ging’s für einen Happen zu „Hoppe’s“ an der Weiherstraße, dann nach Hause – mit dem Ziel, am Folgetag wieder ausgeruht zu Werke gehen zu können.

Doch alles kam anders, weil Louis es so wollte und mitten in der Nacht ganz deutliche Lebenszeichen aussandte. Freitagfrüh um 1.45 Uhr erreichte das Paar das Klinikum Siloah St. Trudpert, um 2.45 Uhr hatte es bereits Nachwuchs: exakt 50 Zentimeter groß und 2424 Gramm schwer.

Trotz allem muss der Aufbau der Mess weitergehen

Darüber, dass Junge und Mutter wohlauf sind, ist Alexander Schreiber ebenso glücklich wie über die Erfahrung, die er erstmals machen durfte: bei der Geburt des eigenen Kindes dabei zu sein und selbst die Nabelschnur durchzuschneiden. „Wenn du so einen kleinen Menschen im Arm hältst, verändert das dein ganzes Denken“, sagt Schreiber. Und dennoch behält ihn auch in diesen emotional bewegenden Tagen der Alltag fest im Griff. Das Schaustellergeschäft sei nun mal ein ganz besonderes, seufzt er. Der Aufbau muss weitergehen, damit am Freitag kommender Woche alles fertig ist, um die Besucher der Mess zehn Tage lang verpflegen und vergnügen zu können. Und auch, wenn die Mess am Sonntag, 23. Juni, ausklingt, muss Schreiber den Takt hochhalten und beim Abbau Gas geben. Er wird gleich zum am darauffolgenden Donnerstag beginnenden Talmarkt in Bad Wimpfen weiterreisen – dann aber mit einem noch klitzekleinen, aber bereits riesengroßen Mess-Fan an Bord.

Die Pforzemer Mess ist vom Freitag, 14. Juni, bis zum Sonntag, 23. Juni, auf dem Messplatz zu erleben – werktags ab 12 Uhr, sonntags und feiertags ab 11 Uhr, jeweils bis 23 Uhr, mittwochs, freitags und samstags bis 24 Uhr.