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Macht Pony-Fans rundum glücklich: Schon lange erinnern die Mitglieder des Stalls Fitz Patrick unter Leitung von Heike Steinbrenner (Dritte von links) entlang der Strecke daran, dass auch Pferd und Reiter Verkehrsteilnehmer sind. Foto: Meyer
Mit dabei: Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Goldi, der Würmer Ortsvorsteher Rüdiger Nestler und Tiefenbronns Bürgermeister Frank Spottek (von links). Foto: Meyer
Rennwagen: Der einzige zugelassene Autofahrer auf der Strecke ist Felix (1). Foto: Meyer
An zahlreichen Infoständen entlang der 16 Kilometer lange Strecke können sich die Besucher des Würmtals an diesem Tag informieren. Foto: Meyer
Gemeinsam in Schwung: Stefan Knoll und Katja Spohn. Foto: Meyer
Emre Nazli verköstigt Michael Nitsch und Holger Langenberg (von links). Foto: Meyer
18.06.2017

Mobil ohne Auto: Naturerlebnis verbindet Stadt und Kreis

Wie anders die wohlbekannte Strecke plötzlich wirkt, wenn man nicht im Auto auf ihr entlangbraust, sondern sie vom Fahrrad aus, auf Inlineskates oder zu Fuß intensiv erleben kann. Der Genuss der Langsamkeit. So schweift der Blick über saftiges Grün, das Flussbett der Würm entlang, es plätschert, es zwitschert, es riecht nach Sommer. Tausende Menschen haben den sonntäglichen Aktionstag Mobil ohne Auto (MoA) genutzt, um die 16 Kilometer lange Strecke vom Kupferhammer bis Mühlhausen ganz ohne störenden motorisierten Verkehr auf neue Art zu entdecken.

Bildergalerie: Mobil ohne Auto: Naturerlebnis im Würmtal

Viele Jahre lang wurde MoA von Ehrenamtlichen organisiert, seit einiger Zeit liegt die Veranstaltung in den Händen der WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim) – und ihre Fortführung steht dort quasi permanent auf dem Prüfstand. Schließlich kostet die Veranstaltung, die zum wiederholten Mal durch die Agentur Erlebnisbereit organisiert wurde, die WSP jährlich rund 25 000 Euro.

Zahlreiche Haltepunkte

Daran, dass MoA bei Familien, Bewegungshungrigen und Naturliebhabern fester Bestandteil im Wochenendprogramm ist, bleibt gestern kein Zweifel. Von 10 bis 18 Uhr rollt der Verkehr vom Kupferhammer über Würm bis nach Mühlhausen und wieder zurück – ganz umweltfreundlich, versteht sich. An den zahlreichen Stationen an den 13 Haltepunkten entlang des Weges haben Vereine, Organisationen, Parteien und sonstige Einrichtungen ihre Stände aufgebaut. Neben Informationen gibt es spielerische Attraktionen – nicht nur für die Kleinen – und kulinarische Angebote.

Einige sind neu dazugekommen, wie etwa die Fahrradwerkstatt des Beschäftigungsträgers Q-Prints & Service, die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Pforzheim-Enz, der Internationale Beirat (IB) oder der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Manches Angebot ist verschwunden, viel Bewährtes ist geblieben.

So sorgt beispielsweise die Jugendarbeit Stadtteile (JAST) des Stadtjugendrings mit Tombola, Hüpfburg und Spielmöglichkeiten bei den Kleinsten für gute Laune, während die Grüne-Liste-Gemeineratsfraktion Kuchen und Getränke zugunsten der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ verkauft.

Beim Roten Kreuz können Interessierte ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen, die Krankenkasse Barmer bietet den Eltern einen kostenfreien Gesundheitscheck an, während sich ihre Kinder auf Gokarts durch einen Parcours schlängeln.

Am Ende des Tages zeigt sich Erlebnispädagoge Thomas Schröder von Erlebnisbereit zufrieden. Wie im Vorjahr hätten etwa 3000 Menschen die Straße erobert.