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Trainer Timo Burger (links) und Trainer Florian Knapper (rechts) beim 5-Count-Subrada mit Einzelstock   Eickhoff
Trainer Timo Burger (links) und Trainer Florian Knapper (rechts) beim 5-Count-Subrada mit Einzelstock Eickhoff
01.11.2015

Moderne Selbstverteidigung statt hilflos im Notfall

Eine einsame Straße, menschenleer. Plötzlich erscheint eine Gestalt. In der Hand hält sie einen Stock. Sie kommt auf dich zu und holt aus. Was tust du? Hoffnungslos ausweichen, die Arme vor das Gesicht werfen? Viele sind in solchen Situationen überfordert. Um dem zuvorzukommen, bietet der Polizeisportverein Pforzheim 1923 e.V. seit Januar diesen Jahres die Unterabteilung „moderne Selbstverteidigung“ der Judo-Abteilung an.

Ab Januar 2016 wird diese Unterabteilung als eigenständige Abteilung in den Polizeisportverein integriert. Am Mittwochabend in der Sporthalle der Goetheschule und am Freitagabend in der Sporthalle der Insel-Grundschule finden Übungen unter der Leitung von Lehrer Florian Knapper, Abteilungsleiter Timo Burger von der Polizei und Jessica Spiertz, stellvertretende Abteilungsleiterin, statt.

„Wir haben uns auf T.S.D, Tactical Solutions for Defense spezialisiert, der Kern des Kampfes ist dabei die Taktik und nicht die Technik. Wir möchten verschiedene Angriffsformen durchnehmen, mit dabei: Übungen mit Stöcken, Kickboxen oder Bodenkampf“, bekräftigt Knapper und wendet sich dem jüngsten Teilnehmer mit 23 Jahren zu, der gerade einem Boxhandschuh beim Split Entry ausweicht, während sich der älteste mit 62 Jahren bei der 5-Count-Sumbrada-Übung einen Stock mit seinem eigenen abwehrt.

„Man kann sich mit fast jedem Gegenstand verteidigen. Ein Kuli, ein Handy, oder eine aufgerollte Zeitung können dich vor Schlägen schützen. Es gibt nur eine Grundtaktik: schlag mit deinem Gegenstand auf die Angriffshand des Gegners, so kannst du ihn entwaffnen, wenn er das Spiel nicht kennt“, unterstrich Knapper. Um Kampfkünste und Verteidigungssysteme noch bekannter zu machen, plant der Verein für Februar 2016 ein Benefiz-Kampfkunst-Event in Pforzheim.

„Einen Wunsch haben wir: dass wir eine Stammhalle zum Trainieren finden, wo wir auch unsere Materialien einlagern könnten.“