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Auch als es dann um die Gegenfinanzierung der Bäder ging, kamen die Stadträte nicht weiter. Foto: Ketterl
Auch als es dann um die Gegenfinanzierung der Bäder ging, kamen die Stadträte nicht weiter. Foto: Ketterl
07.05.2018

Mögliche Bäder-Überdachung mit Traglufthalle bis Ende Mai geprüft

Pforzheim. Bis Ende Mai will die Stadtverwaltung prüfen, ob über dem Nagold- oder dem Wartbergfreibad eine Traglufthalle installiert werden kann, um nach der Schließung des Emma-Jaeger-Bades Wasserflächen in Pforzheim zu erhalten. Das versprach der Erste Bürgermeister Dirk Büscher in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen. Geklärt werden muss neben dem finanziellen Aspekt in erster Linie, ob eine solche Überdachung eines der beiden Freibäder technisch überhaupt möglich ist.

„Da geht es auch um die Frage, ob unser Leitungssystem im Winter überhaupt betrieben werden kann“, nannte Büscher einen Aspekt als Beispiel und räumte ein, dass er das Thema selbst nicht als so komplex eingeschätzt hätte. „Wir brauchen für die Zeit eine Interimslösung. Ich möchte das. Aber das alleine reicht nicht aus. Es muss auch möglich sein“, reagierte er auf den Druck der Stadträte.

Entbrannt hatte sich die erneute Diskussion an dem Jahresbericht 2017 für die Goldstadtbäder, den Bäder-Chef Bernd Mellenthin in der Sitzung vorstellte. Das Emma-Jaeger-Bad habe durch das Schließen des Nichtschwimmerbeckens und den notwendigen Rückbau der Wasserrutsche an Attraktivität verloren, was sich in den Besucherzahlen widerspiegelt“, machten er und Büscher klar und bezogen sich dabei auf das Vergleichsjahr 2014. So waren ins „Emma“ 2017 nur rund 135.000 Badegäste gekommen (2014: 227.000). Auch in Huchenfeld hatte es mit nur noch 37.600 Besuchern deutlich Einbußen gegeben (2014: 51.500). „In den Freibädern wurde nach den ersten beiden Monaten Mai und Juni schon mit einem neuen Rekordjahr gerechnet. Leider war der weitere Verlauf der Saison aufgrund der Wetterlage deutlich verhaltener“, so Mellenthin. So waren insgesamt zwar mehr Besucher (102.000) als im Vorjahreszeitraum (97.000) verzeichnet worden, das Ergebnis von 2015 (157.000) konnte aber nicht erreicht werden.

Stadtrat Jörg Augenstein (CDU) regte an, mit Aktivitäten künftig mehr Anreize zu schaffen, ins Wartbergbad zu gehen. Die Ratskollegen Michael Schwarz (FW) und Jacqueline Roos (SPD) pochten dagegen auf eine neue Preisgestaltung, vor allem auch bei den Saisonkarten.