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15.12.2009

Mühlacker erhält "Grünprojekt" - Pforzheim geht leer aus

PFORZHEIM/MÜHLACKER. Es hat zwar ein bisschen länger gedauert als ursprünglich geplant, aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Das Kabinett hat entschieden: Pforzheim geht bei der Vergabe der Landesgartenschauen leer aus, während Mühlacker 2015 eine "kleine Landesgartenschau", ein so genanntes "Grünprojekt", verwirklichen darf.

Die Nase vorn im Rennen um den Landesgartenschau-Zuschlag hatten Öhringen (2016) und Lahr (2018). Die Pforzheimer Hoffnung auf Millionen vom Land als Zuschuss für mehr innerstädtisches Grün sei nicht an der Qualität der Bewebung oder an der Idee einer Landesgartenschau mitten in der City gescheitert, sondern daran, dass die Goldstadt schon einmal im Jahr 1992 Austragungsort dieser mit hohem Werbeeffekt verbundenen Ausstellung war. Zeugnis davon legt heute noch der Enzauenpark ab.

Mühlacker dagegen kann sich freuen. Unter 23 Kommunen in Baden-Württemberg hat sich die Stadt im östlichen Enzkreis durchgesetzt. „Was mich überzeugt hat, war, dass in Mühlacker nicht nur der OB den Karren zieht, sondern dass offensichtlich auch die Bevölkerung hinter dem Grünprojekt steht“, sagte Gartenbaudirektor Erich Herrmann vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Mitte Juni bei einem Rundgang durch Mühlacker. Den finanziellen Rahmen von rund 4,7 Millionen Euro für das Mühlacker Grünprojekt bewertete Herrmann als „seriös gerechnet“. Ausschussmitglied Martin Richter, Geschäftsführer der Förderungsgesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen, betonte damals, dass durch das Grünprojekt im Innenstadt-Bereich weitere Investitionen in Millionenhöhe aktiviert werden könnten. Der damalige OB Arno Schütterle betonte das „starke naturräumliche Potenzial“ Mühlackers.