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© Symbolbild PZ
25.07.2016

Mühsame Suche nach Schulplatz bei Wechsel von Gymnasium auf Realschule

Pforzheim. Die Lage schien dramatisch, als der scheidende Kepler-Direktor Siegbert Sonnenberg in der vergangenen Woche von seinen Bemühungen berichtete, Schüler seines Gymnasiums an Realschulen unterzubringen. Vor allem in den sechsten und siebten Klassen gebe es viele Wiederholer. „Zwei Kinder haben noch nichts gefunden“, sagte Sonnenberg, an den sich verzweifelte Eltern gewandt und um Hilfe gebeten hatten.

Mittlerweile kann der Rektor Entwarnung geben. Die Schüler seien untergebracht – wenn auch nicht ohne Tränen, weil nicht an der Wunschschule, so Sonnenberg. Auch an den anderen Gymnasien ist das Thema bekannt. Dass es immer schwieriger werde, Gymnasiasten an Realschulen unterzubringen, diesen Eindruck teile sie, sagt beispielsweise Hilda-Direktorin Edith Drescher. „Ich habe die Beobachtung gemacht, dass sich das in den vergangenen Jahren verschärft hat.“

Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts kann noch keine aktuellen Zahlen liefern, auch sei ihm nicht bekannt, dass sich bereits Eltern oder Lehrer an das Schulamt gewandt hätten. Bis Freitag, 29. Juli, sollen die Schulen ihre Schülerzahlen zu melden. „Dann geht es darum, wer hat noch Platz und Räume – danach sehen wir weiter.“ Jeder werde in einer Klasse landen, versichert er. Anspruch auf eine bestimmte Realschule gebe es aber nicht.