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Völlig lässig: Komponist und Gitarrist Aron Strobel (links) und Sänger Tim Wilhelm beim Auftritt vor dem Möbelzentrum.
Die ganze Palette: Die „Münchner Freiheit“ mit Songs vom Erfolgsjahr 1987 bis hin zu den eher rockig angelegten Tönen im Hier und Jetzt. FRommer
06.08.2017

„Münchner Freiheit“ gibt zum dritten Mal ein Gratiskonzert

Das dritte Gratiskonzert in Folge: Die Kultband „Münchener Freiheit“ gastierte erneut vor dem Möbelzentrum Pforzheim – und bescherte den Fans ein „Best of“-Konzert vom Feinsten. Auch das Wetter spielte mit: Rechtzeitig zum getragenen 1987er-Hit „Herz aus Glas“ färbte die Natur den Himmel exakt so ein, wie er immer wieder gerne am Filmende von Western gezeigt wird, in den die Protagonisten dann langsam reiten.

Kein Ende in Sicht

Apropos Sonnenuntergang: Trotz inzwischen 37-jähriger Bandgeschichte deutet bei der Münchener Freiheit nichts auf ein „Filmende“ hin, sieht man vom Ausstieg des früheren Lead-Sängers Stefan Zauner (65) einmal ab. Die Formation hat sich verjüngt und die 2011 entstandene Lücke mit dem neuen und ausgesprochen vitalen Frontman Tim Wilhelm (39) ideal gefüllt. Der zieht das gesamte Konzert über die meisten Blicke auf sich, erinnert optisch an den jungen Hansi Hinterseer; er macht fast alle Ansagen zu den Songs und hält versiert den Kontakt zum Publikum. So gelingt der Band der Spagat vom Erfolgsjahr 1987 (hier entstanden auch englisch eingesungene Studio-Versionen der größten Hits) zu den eher rockig angelegten Tönen im Hier und Jetzt. Die Münchener Freiheit 2017 – das sind neben Tim Wilhelm die schon 1983 dazugekommenen Musiker Michael Kunzi (Bass, 60), Alexander Grünwald (Keyboards, 62) und Rennard Henry Hatzke (Schlagzeug, 61) sowie das „Urgestein“ der Münchner Freiheit, der Gründer, Komponist und Gitarrist Aron Strobel (59). Eine aufgefrischte Mischung, die „live“ Kontinuität und Qualität garantiert und – zumindest beim samstäglichen Konzert in Pforzheim – die 1990er-Jahre, in denen es um die Band stiller war, spielend vergessen macht.

Neue und altgediente Songs

Über die gesamte Konzertdauer reiht die „Münchener Freiheit“ neue und altgediente Songs in bunter Folge aneinander. Den Fan fehlt am Schluss nichts: Die Band spielt: „So wie du“, „Ohne Dich“, „Du bist Energie für mich“, „Neue Freiheit“, „Katrin“, „Meergefühl“ „Tausendmal Du“, „Liebe auf den ersten Blick“ oder beispielsweise „Herzschlag ist der Takt“ und erreicht – immer – das Pforzheimer Publikum. Als die Fans „S.O.S.“ fordern, antwortet Aron Strobel grinsend: „Das haben wir nicht eingeübt“. Natürlich folgt auch dieser Song wenig später: Und einmal mehr zeigen sich die Fans absolut textsicher. Der typische Gesangsstil der „Münchener Freiheit“ ist die akustische Brücke von den Anfängen in der „Neuen Deutschen Welle“ bis zum 2016er-Album „Schwerelos“, dem 19. Album. Anders gesagt: Die Band bleibt ihrem Erfolgs-Rezept treu – und fährt gut damit.

www.muenchenerfreiheit.de

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