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Schwung ins Quartier bringt „Escola de Samba“.  Foto: Warzecha 

Multikulti im Quartier: Sechstes Kulturfest KF in Pforzheim

Pforzheim. „Hier türkisch- und kurdischstämmige Menschen nebeneinander – das findet man nicht überall“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, Schirmherrin des Stadtteilzentrums an der KF, am vergangenen Samstag beim sechsten Kulturfest KF 102. „Hier wird ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt, das beispielgebend ist für die Stadt“, bekräftigte ihr Parlamentskollege Gunther Krichbaum (CDU).

Axel Baumbusch und Katja Wengert vom Quartiersmanagement sowie Shih-Yin Bleicher, Leiterin des Diakoniepunkts KF 89 und bei dieser Quartiersarbeit mit dabei, hatten den brasilianischen Nachmittag organisiert. Unterstützt wurde dieser durch Klänge der „Escola de Samba Baden“, durch Einlagen von Samba-Tänzerinnen sowie Tänzer Fabrice Ottou mit African Dance/Afro Fusion Performance und der Band „Aryfeo“ mit der Musikstilrichtung Bossa/Souk/Calypso sowie einem reichhaltigen Büfett des türkischen Elternvereins.

Brasilianische Rhythmen

Rund 600 Personen im laufenden Wechsel nahmen die Gelegenheit zum Austausch war. Zu Beginn der Veranstaltung waren auch Bewohner des Seniorenheims Atrium mit dabei, was Baumbusch als ein Zeichen der gelungenen Inklusion betrachtete. Ein weiteres Beispiel dafür ist Nefize Karaduman, 45 Jahre alt und von Beruf OP-Schwester. Sie wohnt gegenüber der Diakonie, ist alleinerziehend und Mutter zweier Töchter. Beide sind hier im Quartier in der Lernhilfe und in der Mädchengruppe. Dort werden sie zweimal die Woche für einen relativ geringen Betrag betreut. „Das ist eine Zusammenführung von Menschen, die an sich nichts miteinander zu tun haben, aber dann zusammen kommen und sich gegenseitig helfen“, freut sich Peter Pfeiffelmann, Quartiersrat und ehemaliger Stadtrat. Das sehe man auch anhand der Skulpturen , die in der KF aufgestellt wurden und bisher noch nicht zerstört sind. „Man sieht, dass sich die Bewohner mit der KF und den Kunstwerken identifizieren.“ Auch Petra Bösl, Stadträtin der Grünen Liste und Vorsitzende des Bürgervereins Dillweißenstein, nahm am Fest teil und war begeistert. „Wie man sieht, wird das Ganze gut angenommen. Ich finde es gut, dass es Quartiersmanagement in Stadtteilen gibt. Hier zeigt sich, wie sinnig das Ganze ist. Die Vielfalt, die ich hier sehe, erschafft eine Plattform, auf der sich verschiedene Menschen treffen und sich austauschen können.“