nach oben
Im Vergleich zum von Schwarz und Weiß geprägten Gesamtfeld ungewöhnlich farbenfroh: „Gyset“ von Ann-Kathrin-Zeller. Frommer
Im Vergleich zum von Schwarz und Weiß geprägten Gesamtfeld ungewöhnlich farbenfroh: „Gyset“ von Ann-Kathrin-Zeller. Frommer
„Chimera“von Anja Demut.
„Chimera“von Anja Demut.
„Mirror Me“ von Isabelle-Schmitt.
„Mirror Me“ von Isabelle-Schmitt.
07.02.2016

Mut zum Experiment: Modeabsolventen zeigen bei der Werkschau ihre Kreationen

Mutig, schrill und experimentierfreudig: Höhepunkt der von der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Pforzheim ausgerichteten Modeschau war auch in diesem Jahr die Präsentation der Abschlusskollektionen auf dem von gut 200 Zuschauerinnen und Zuschauern gesäumten Laufsteg.

Die Pforzheimer Abschlussarbeiten wurden ganz am Ende des Abends gezeigt, nach einem Defilee von Entwürfen, die an der japanischen Partnerhochschule „Nagoya University of Arts and Sience“ entstanden sind. Nicht weniger als 18 Kollektionen wurden präsentiert, im Einzelnen: „Lost at Sea” von Soo Min Kim, „NOU Y C“ von Meike Mickisch, „Mirror Me“ von Isabelle Schmitt, „Rich MANDY“ von Therese Biela, „B.R.A.I.N.“ von Jennifer Haas, „Chimera“ von Anja Demuth, „Abseits“ von Lena Gedon, „FATE” von Jan Albrecht, „No need to speak” von Bettina Workert, „ROOTS“ von Rabia Cimen, „(in)different“ von Julia-Katharina Quentin, „Perfect. Imperfect“ von Leonie Häußermann, „Chrysostomus“ von Svenja Ludolph, „touhi“ von Julia Maderitsch, „Gypset“ von Ann-Kathrin Zeller, „SUBculture“ von Mirjam Mahle, „Janteloven – Swedish Society“ von Matthias Zepf und „No one remebers your face“ von Theresa Wachter.

Verborgene Gesichter

Keineswegs nur bei der letztgenannten Abschlussarbeit blieben die Gesichter der männlichen und weiblichen Model teils verborgen unter ringsum hoch aufgestellten Krägen, blickdichten oder halbtransparenten Hauben oder hinter Haarteilen, mal blond, mal schwarz. Zahlreiche Kreationen setzten auf ungewöhnliche, mitunter sperrige Werkstoffe. Dominante Farbe vieler Kollektionen war Schwarz oder Schwarz-Weiß. Geradezu in Farben schwelgten hingegen die Arbeiten von Ann-Kathrin Zeller, Therese Biela und Lena Gedon. Die Experimentierfreude der Pforzheimer Absolventen toppte bei der Fashion Show 2016 eindeutig die Tragbarkeit ihrer Abschlusskollektionen.

Im PZ-Gespräch betonte Johann Stockhammer, Studiengangsleiter Mode und Accessoire Design an der Hochschule Pforzheim: „Sehr schön ist die Art der Inszenierung: Live gespielte Klaviermusik von Markus Stange und von seinen Studentinnen der Musikhochschule Karlsruhe“. Und nach dem Defilee kann dies nur bestätigen: Sangmi Choi (Korea), Fernanda Estevão (Brasilien), Emmanuelle Fleurot (Frankreich), Chaelin Kim (Korea), Stella Marie Lorenz (Deutschland) und Ji Eun Park (Korea) gaben der Modenschau mit Musik von Bach, Chopin, Crumb, Debussy, Lachenmann, Mozart, Scarlatti, Schumann, Stockhausen und Villa-Lobos einen außergewöhnlichen akustischen Rahmen.