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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
14.03.2018

Mutmaßliche Automaten-Betrüger haben vorläufig ausgespielt

Heilbronn/Pforzheim. Die Polizei hat zwei mutmaßliche Spielautomaten-Betrüger einer deutschlandweit agierenden Bande festgenommen. Die 62 und 48 Jahre alten Haupttäter sollen Manipulationsprogramme auf mehrere hundert Automaten in Baden-Württemberg aufgespielt und die Manipulationsprogramme bundesweit verkauft haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Als Automatenaufsteller hatten sie Zugang zu den Glücksspielgeräten in Stuttgart, den Kreisen Esslingen, Pforzheim und Rems-Murr.

Die manipulierten Automaten schütteten weniger Geld an Spieler aus, den Rest strichen die mutmaßlichen Betrüger ein. Ihre Beute liegt einer ersten Schätzung zufolge bei mehreren Hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizeidirektion Waiblingen war der Bande mit der Steuerfahndung Schwäbisch Gmünd seit Juni 2017 auf den Fersen. Vor gut einer Woche wurden 30 Gebäude durchsucht und 270.000 Euro beschlagnahmt. Einen der mutmaßlichen Betrüger schnappten Ermittler in Heilbronn, den anderen bei einem Kurzaufenthalt in Nordrhein-Westfalen. Die Taten sind laut Polizei unter anderem als Computerbetrug, illegales Glückspiel und Steuerhinterziehung strafbar. Bei den Durchsuchungen wurden auch eine Schusswaffe und Kokain gefunden.