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Wie ein Mahnmal thront das ausgebrannte Vereinsheim an der Singener Meilwiesenstraße, in das bis zu 20 Flüchtlinge einziehen sollten. PZ-Archiv (Seibel)
Wie ein Mahnmal thront das ausgebrannte Vereinsheim an der Singener Meilwiesenstraße, in das bis zu 20 Flüchtlinge einziehen sollten. PZ-Archiv (Seibel)
08.03.2016

Mutmaßlicher Brandstifter des Singener Asylheims kommt vor Gericht

Remchingen. Fast fünf Monate war es still um den mutmaßlichen Brandstifter, der die geplante Asylbewerberunterkunft in der Singener Meilwiesenstraße angezündet haben soll und seit Oktober in Untersuchungshaft sitzt. Nun ist gegen den 42-Jährigen Anklage erhoben worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Pforzheim und die Polizei gestern mit. Ab Mitte April wird der Fall vor der Großen Auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim verhandelt.

Zahlreiche Indizien sowie am Tatort gefundene DNA-Spuren begründen den dringenden Tatverdacht, so die Ermittlungsbehörden. Zu den Hinweisen will Staatsanwalt Bernhard Ebinger nicht mehr sagen. Die DNA des Tatverdächtigen sei allerdings erst im Singener Fall erhoben worden. Und die führte die fast 20-köpfige Ermittlungsgruppe „Meilwiesen“ wiederum zu einer anderen unaufgeklärten Brandstiftung: Der 42-jährige Deutsche, der laut PZ-Informationen aus dem Südwesten des Enzkreises kommt aber enge Verbindungen nach Remchingen hat, soll schon einmal Feuer gelegt haben. In Rheinau war im Januar 2015 ein Verkaufscontainer für Backwaren in Flammen aufgegangen. Auch in diesem Fall sei er dringend tatverdächtig, so Staatsanwaltschaft und Polizei – und geständig.

Die Tat in Singen bestreitet der in Untersuchungshaft sitzende Mann jedoch nach wie vor. Unklar bleiben auch seine Beweggründe.

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