nach oben
© Symbolbild: dpa
17.10.2014

Mutmaßlicher Pforzheimer Einbrecher in Estland festgenommen

Ein wegen 16 Einbruchs- und Betrugsdelikten gesuchter und seit August untergetauchter 29-Jähriger konnte vergangenen Freitag aufgrund der Fahndungserkenntnisse des Kriminalkommissariats Pforzheim in Estland festgenommen werden.

Die Staatsanwaltschaft Pforzheim hat inzwischen die Auslieferung des mit Europäischem Haftbefehl gesuchten Mannes beantragt. Auf die Spur des mutmaßlichen Serientäters kam die Polizei nach einem bereits im Oktober 2013 auf dem Pforzheimer Haidach verübten Wohnungseinbruch.

Damals konnte der Polizeiposten Buckenberg dem 29-Jährigen die Tat zuschreiben. Durchsuchungen in der Wohnung des Tatverdächtigen und auf einem angemieteten Kleingartengrundstück haben zum Auffinden von Diebesgut im Wert von rund 32.000 Euro geführt, darunter zahlreiche hochwertige elektronische Werkzeuge wie Bohrhämmer, Schlagschrauber sowie Baumaterial der Heizungs-, Lüftungs- und Elektrotechnik.

Seit Ende April dieses Jahres war das Kriminalkommissariat Pforzheim mit der weiteren Sachbearbeitung befasst. Dabei stellte sich heraus, dass die hochwertigen Geräte von Baustellen im Pforzheimer Raum stammten. Das gesamte Material, für dessen Abtransport ein Lkw notwendig war, konnte inzwischen wieder an die bestohlenen Firmen herausgegeben werden.

Der Beschuldigte steht ferner im dringenden Verdacht, einen Einbruch in eine Bruchsaler Firma in der Nacht zum 4. Juli 2013 und zwei in der Folgenacht verübte Einbruchsdiebstähle in Rheinstetten-Forchheim begangen zu haben. Mit zwei noch unbekannten Mittätern soll er dabei aus Büros Laptops, ein Navigationsgerät und mehrere Mobiltelefone erbeutet haben. Darüber hinaus steht der Mann im Verdacht, das bei den Einbrüchen erbeutete Diebesgut zumindest teilweise über ein Internet-Auktionsportal verkauft zu haben. Hierzu soll er den Ermittlungen zufolge unter Vorlage gefälschter litauischer Personalausweise sowie unter Verwendung von Aliasnamen zwei Girokonten eröffnet und darüber seine illegalen Geschäfte abgewickelt haben.

Leserkommentare (0)