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 Foto: dpa/Riemer 

Mutter aus Pforzheim verzweifelt: Bei Suche nach Schulplatz für Tochter fast leer ausgegangen

Pforzheim. Noch mal gut gegangen – Sandra M. (Name geändert) kann aufatmen. Danach hat es lange nicht so ausgesehen für die Mutter einer Tochter, die – das war der Plan – von der achten Klasse einer anderen Schule in die neunte Klasse einer Pforzheimer Realschule wechseln sollte. Die Formulare hatte sie schon erhalten, ausgefüllt, ebenso die vom Sekretariat angeforderten aktuellen Noten zum Schuljahresende. In einer E-Mail der Schule heißt es am 8. Juli: „Die Unterlagen sind vollständig. Ist alles vorbildlich ausgefüllt. Wir melden uns bei Ihnen.“

Doch die Rückmeldung fällt anders aus, als Sandra M. dies erwartet hat. Diesmal erreicht nicht mehr die „liebe Frau M.“, sondern wesentlich förmlicher die „sehr geehrte Frau M.“ die Nachricht: „Unser Rektor muss Ihnen mitteilen, dass eine Aufnahme Ihrer Tochter“ (der Name ist falsch geschrieben) „an der Schule leider nicht möglich ist, da es in der betreffenden Klassenstufe (8)“ – tatsächlich ist es die neunte Klasse – „keine freien Plätze gibt.“

Das war am 27. Juli, zwei Tage vor Ende des Schuljahres. „Wie soll ich in der Kürze der Zeit noch einen Platz für meine Tochter finden“, entsetzt sich die Mutter, die sich aufregt, dass man ihr nicht vorsorglich mitgeteilt hat, für den Fall der Fälle solle sie sich nach einer Alternative umschauen.

„Die Übersicht der freien Plätze ergibt sich erst zum Schuljahresende, wenn klar ist, wie die eigenen Schüler versetzt, freiwillig wiederholt oder die Wahlpflichtfächer gewählt haben“, sagt der Rektor auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“. „In diesem Fall konnten wir aus schulorganisatorischen Gründen keinen Schulplatz zur Verfügung stellen.“ Falls der Eindruck einer Aufnahme entstanden sein sollte, bitte man dies zu entschuldigen.

Ende gut, alles gut: Eine andere Realschule, an die sich Sandra M. umgehend wandte, reagierte blitzschnell. „Wir hatten gleich ein Vorstellungsgespräch mit unserer Tochter“, sagt die nun erleichterte Mutter – „ab September darf sie dort anfangen.“

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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