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Über den Drogentod ihres Sohnes hat Christa Rechlin ein Buch geschrieben.
Über den Drogentod ihres Sohnes hat Christa Rechlin ein Buch geschrieben.
08.10.2010

Mutter schreibt Buch über Drogen-Selbstmord des Sohnes

PFORZHEIM. Als sich ihr Sohn im Alter von 35 Jahren mit einer Überdosis Medikamenten tötet, liegen 15 Jahre Leben mit der Droge hinter ihm. Hinter ihm und seiner Familie. Die 72-jährige Christa Rechlin hat ein Buch über ihren Sohn geschrieben mit dem Titel „Meine Seele weint“. Es ist im Selbstverlag erschienen und liegt in der Thalia Buchhandlung aus.

Aufschreiben, wie er wirklich war. Das sei ihr ein Anliegen gewesen, sagt sie rückblickend. Zum einen, damit das Leben von Thomas nicht aus dem Gedächtnis der Menschen einfach so verschwindet, zum anderen als ein Stück Trauerarbeit. Kurz vor seinem Tod im Jahr 2005 wusste Thomas nicht mehr weiter. Zahlreiche Entzugsversuche lagen hinter ihm. Und die Einsicht, dass er aus dem Teufelskreis nicht herauskommt. Denn auch ein Leben mit einem legalen Ersatzpräparat bekam der labile Mann dauerhaft nicht hin.