nach oben
An einer Laterne befestigt ist der Stab mit dem Verkehrszähler. Frei
An einer Laterne befestigt ist der Stab mit dem Verkehrszähler. Frei
03.02.2016

Mysteriöser meterhoher Stab an Laterne gibt Passanten Rätsel auf

Pforzheim. Was ist denn das? Ein langer, teleskopartiger Mast mit einem kleinen trichterförmigen Gerät an der Spitze hat in dieser Woche die Blicke von Passanten in der City gebannt. Der Stab war für einen Tag an einer Laterne beim Marktplatz angebracht. Spötter ulkten, dass endlich die Raser in der Fußgängerzone geblitzt würden. Ganz so abwegig ist die Interpretation nicht. Tatsächlich nahm der Mast den fahrenden Verkehr in den Fokus. Allerdings wurde nicht das Tempo gemessen, sondern das Verkehrsaufkommen gezählt.

Wie Michael Hertl, Fachbereichsleiter für Innenstadtentwicklung beim städtischen Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), auf PZ-Nachfrage erläutert, wird derzeit ein Logistikkonzept für die City erstellt. Dazu werden die Verkehrsströme im Fußgängerbereich analysiert. Wie beim Marktplatz hatte das beauftragte Darmstädter Verkehrsplanungsbüro R + T auch schon auf dem Leo einen solchen Stab installiert. Zugleich startete der WSP eine Befragung von Händlern und Anwohnern.

„Wir wollen die Aufenthaltsqualität erhöhen“, sagt Hertl, „und Verkehr ist ein Störfaktor.“ Auf dem Stab befindet sich eine Kamera, die den Platz filmt – in bewusst schlechter Auflösung. Weder Aufschriften noch Kennzeichen von Autos seien zu erkennen, erst recht nicht die Gesichter der Passanten. Aber die Aufnahme liefern Erkenntnisse darüber, zu welcher Zeit aus welchen Richtungen an einem Wochentag Fahrzeuge welcher Größe unterwegs sind.

Diese Daten sollen die Erkenntnisse aus den jüngst per Strichliste vorgenommenen Zählungen ergänzen. Erstes Fazit daraus: Der Verkehr in der Fußgängerzone habe sich im Vergleich zu früheren Tagen reduziert. Doch es gehe um eine weitere Optimierung und Neuordnung – gerade mit Blick auf den 2018 anstehenden Umbau in der City.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news