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Holz in Brand gesetzt: Die Polizei geht von Brandstiftung im Keller des Mehrfamilienhauses in der Gymnasiumstraße aus.
05.10.2012

Nach Brandstiftung: Bewohner haben Angst vor Feuerteufel

Pforzheim. Nach dem Kellerbrand in der Gymnasiumstraße sitzt bei den Anwohnern der Schock noch immer tief. Die 18 Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten auch einen Tag nach dem Feuer noch nicht in ihre stark verrauchten Wohnungen zurückkehren, in denen es derzeit weder Wasser noch Strom und Heizung gibt. Nach den Ermittlungen geht die Polizei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Brandstiftung aus.

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„Es muss jemand Holz im Keller des Hauses entzündet haben“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Schick. Ob dazu Brandbeschleuniger verwendet wurde, müssten die weiteren Untersuchungen zeigen. Ebenfalls noch unklar ist, ob der Kellerbrand in der Gymnasiumstraße und weitere Kleinbrände in der Umgebung von den selben Tätern gelegt wurden. Wenige Stunden vor dem Feuer im Mehrfamilienhaus waren in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße und in der Östlichen Kartonagen und Altpapier entzündet worden. Schick schließt daher einen Zusammenhang nicht aus.

Auch die Bewohner des Hauses in der Gymnasiumstraße haben Angst vor einem Feuerteufel. „Es ist ein schlimmes Gefühl, dass da jemand Fremdes im Keller gewesen sein könnte und den Brand gelegt hat“, sagte eine 41-jährige Frau, die noch immer geschockt ist von den Geschehnissen der Nacht. Sie und weitere 17 Nachbarn, darunter acht Kinder, waren am frühen Donnerstagmorgen aus dem Schlaf gerissen worden. Das Feuer als Erster bemerkt hatte der Hund einer 45-jährigen Bewohnerin, die dann zusammen mit anderen die übrigen Nachbarn warnte.

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