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15.09.2016

Nach Feuer bei Kramski: Brand-Notfallkonzept steht

Pforzheim. Einen Tag nach dem Großbrand auf dem Gelände der Firma Kramski auf der Wilferdinger Höhe sind die Reparaturarbeiten in vollem Gange.

Draußen schlagen mittags Zimmerleute ein Notdach über dem einsturzgefährdeten Bereich auf, damit das durch den Brand und die Hitze geschädigte Flachdach abgetragen werden kann. Sachverständige prüfen den Schadensabschnitt. Die Werkzeuge, die durch Rauch und Löschwasser verunreinigt wurden, müssen jetzt gereinigt werden, danach muss man prüfen, ob sie noch funktionstüchtig sind.

Drinnen wird geplant. Ein Notfallkonzept sei aktiv, Zeit- und Umsetzungsplan stünden, jetzt würden Gespräche mit den Kunden folgen, so Andreas Kramski am Abend. Da hat der Geschäftsführer gerade zwei Spezialfirmen zur Sanierung von Brandschäden beauftragt.

Der Werkzeugbau soll, so Kramski, in den kommenden drei bis sechs Monaten in freie Flächen in das gegenüberliegenden Ausbildungszentrum Lehrlingswerkstatt ausgelagert werden.

Bildergalerie: Fast 70 Feuerwehrleute kämpfen gegen Brand in Pforzheimer Firma

Lob gibt es von Kramski für Nachbarn und Mitbewerber, die spontan Hilfe auch bei der Produktionsübernahme angeboten haben. „Das ist in Pforzheim nicht selbstverständlich“, sagt er. Neue Maschinen seien bereits bestellt und sollen direkt in die Ausbildungswerkstatt kommen. Die Metall-Kunststoff-Produktion sollte am Donnerstagabend wieder anlaufen, die Stanzerei soll am Wochenende folgen.

Am Mittwochmorgen war ein Feuer in einer Produktionshalle der Firma ausgebrochen und hatte einen Schaden von rund zwei Millionen Euro verursacht.

Mehr dazu: Großbrand bei Kramski - zwei Millionen Euro Schaden - Produktion nicht gefährdet

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