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Ihre Mission ist der kollektive Schüler-Schulterschluss: Philipp Dörflinger, Bojan Marin und Mireya Lemke (von links).  Fotos: Seibel
Ihre Mission ist der kollektive Schüler-Schulterschluss: Philipp Dörflinger, Bojan Marin und Mireya Lemke (von links).  Fotos: Seibel
04.11.2014

Nach Jahren gibt es in Pforzheim wieder einen Gesamtschülerrat

Dass es unter den Pforzheimer Schulen nicht nur Einheit und Einklang geben kann, liegt auf der Hand. Allein die Hülle und Fülle an unterschiedlichen Bildungswegen macht eine gemeinsame Stimme nahezu unmöglich. Die Schüler wollen es trotzdem versuchen – und machen nun gemeinsame Sache. Seit Anfang dieses Schuljahres gibt es in Pforzheim wieder einen Gesamtschülerrat.

Ambitionierte Ziele

„Wir wollen die Stimme der Schülerschaft sein“, nennt Philipp Dörflinger, Vorsitzender der neu geschaffenen Schülervertretung, die Hauptaufgabe der Institution. Kein leichtes Vorhaben – schließlich geht es um die Sorgen und Nöte von rund 21500 Kindern und Jugendlichen an 37 verschiedenen Pforzheimer Schulen.

Hinzu kommt: „Jede davon ist gleichberechtigt“, so Dörflinger. „Das ist eine demokratische Sache.“ Die erste Sitzung – an jeder nehmen die Schülersprecher der einzelnen Bildungseinrichtungen teil – hat bereits Ende September stattgefunden. Bis auf Organisatorisches sei aber noch nicht viel besprochen worden, sagt Dörflinger. Wichtig sei nun vor allem, eine Geschäftsordnung auf die Beine zu stellen, damit der Gesamtschülerrat zur dauerhaften Institution werde, so der 17-Jährige.

Denn Versuche, das Organ dauerhaft zu etablieren, schlugen in Pforzheim bislang fehl.

Immerhin: Die Aufgaben im Gesamtschülerrat sind bereits abgesteckt. Neben Dörflinger als Vorsitzender wurden Bojan Marin vom Hebel-Gymnasium als dessen Stellvertreter und Mireya Lemke vom Fritz-Erler-Gymnasium zur Schriftführerin bestimmt.

Und auch die Aufgaben für die Zukunft sind klar. „Unser Ziel ist es, die Situation der Schüler zu verbessern, “, sagt Dörflinger. Jede Schule habe hier ihre ganz speziellen Probleme – beispielsweise der Busverkehr oder die Sporthallensituation. Dafür will das neu geschaffene Gremium auch mit dem Jugendgemeinderat zusammenarbeiten. Ein offizielles Treffen habe zwar noch nicht stattgefunden. „Wir streben das aber ganz klar an“, sagt Dörflinger. Man kenne sich und es wäre „unlogisch“, nicht zu kooperieren. „Schließlich gibt es Schnittpunkte und gemeinsame Interessen“, so der Schülersprecher des Hildas weiter. Ohnehin erfahre man auch vonseiten der Stadt und der Schulleiter Unterstützung. Im Rathaus sei die Idee des Gesamtschülerrats gut aufgenommen worden.

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