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Die Verbände sind mittlerweile Geschichte. Dackel "Poldi" geht es wieder gut. Foto: Ketterl © Ketterl
04.07.2011

Nach Rottweiler-Attacke: Dackel geht es besser

PFORZHEIM. Er fiept und jault zum Herzerweichen – aber Poldi ist auf dem Weg der Besserung. Der dreijährige Rauhaardackel aus dem Rodgebiet muss zwar noch einige Zeit leiden, aber seine Besitzer, Anke und Olaf Liesegang, sind froh, dass ihr Tier überhaupt noch lebt. Der Dackel war am Freitag entlang der Strecke des City-Laufs von einem Rottweiler angefallen und schwer verletzt worden.

Bildergalerie: Dackel "Poldi" nach Rottweiler-Attacke auf Weg der Besserung

Der Rottweiler hatte sich an der Ecke Zerrenner-/Leopoldstraße losgerissen und war auf den Dackel zugestürzt. Der kleine Hund hat es wohl nur dem beherzten Eingreifen seines Herrchens zu verdanken, dass er überlebte. Liesegang hatte sich schützend über seinen Dackel geworfen.

Täglich, sagt Anke Liesegang, wechsle der Tierarzt den Verband um die Weichteile. Noch muss Poldi einen Katheter tragen. Den hatten ihm die Ärzte in der Wieslocher Tierklinik gelegt, nachdem ein Pforzheimer Veterinär die tiermedizinische Erstversorgung übernommen hatte. Auch die Besitzerin des Rottweilers lebt im Rodgebiet – nicht weit vom Haus des Opfers entfernt. Laut Anke Liesegang sei die Halterin schockiert über das, was geschehen sei. Sie hatte am Freitag jemandem anderen den großen Hund überlassen, nicht wissend, dass der Mann mit dem Rottweiler zum City-Lauf mit Tausenden von Zuschauern gehen würde. Das Ordnungsamt wartet noch die Ermittlungen der Polizei ab. Es dürfte darauf hinauslaufen, dass der Rottweiler als „gefährlicher Hund“ eingestuft wird und künftig einen Maulkorb tragen muss. ol

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