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Endstation Lindenstraße. Foto: PZ-Archiv
15.01.2019

Nach Wahnsinnsfahrt mit Betonmischer: So hat das Gericht entschieden

Pforzheim. Mit einem Schuldspruch, aber außer einer Geldauflage über 1500 Euro zunächst straffrei ist ein heute 20-Jähriger davongekommen. Er war am Faschingsdienstag 2017 betrunken mit einem gestohlenen Betonmischer und bis Tempo 60 durch Pforzheims Nord- und die Oststadt gerast. Auf seiner Wahnsinnsfahrt demolierte er sechs Autos, richtete einen Gesamtschaden von rund 60.000 Euro an und fügte drei Fahrzeuginsassen leichtere Verletzungen zu.

Bildergalerie: Geklauter Betonmischer richtet Verwüstung in Pforzheim an

Was den damals 18-jährigen türkischen Staatsbürger– polizeibekannt, aber nicht vorbestraft – am Dienstag vor einer härteren Bestrafung durch das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richterin Stephanie Gauß bewahrte, waren die Anwendung des Jugendstrafrechts und sein seither geänderter Lebenswandel, dazu der Rückhalt seines heutigen Ausbildungsbetriebs. Der will ihn in verantwortlicher Stellung weiterbeschäftigen.

Am Tattag aber war der Angeklagte mit Freunden beim Faschingsumzug in Kämpfelbach gewesen, seiner Ex-Freundin begegnet und von der Polizei aufgegriffen worden. Im Revier in Pforzheim ergab ein Alkoholtest 1,6 Promille. Daraufhin begab er sich erneut nach Kämpfelbach und trank weiter. Nachdem er vergeblich der letzten Stadtbahn zurück nach Pforzheim hinterhergerannt war, machte er sich auf den Fußweg. An der Tunnelbaustelle an der Königsbacher Landstraße fand er den Betonmischer mit laufendem Motor und ohne Fahrer vor, der die Beladung vornahm. Der Angeklagte stieg ein, und obwohl er keinen Führerschein hat – den er nun ein Jahr lang nicht machen darf – , kam er bis zur Lindenstraße.

Mehr lesen Sie am 16. Januar 2019 in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Das war damals passiert:

Nach Crashtour durch Pforzheim: Polizei fasst mutmaßlichen Betonmischer-Dieb

19-jähriger Tatverdächtiger: Crashtour mit geklautem Betonmischer

Betonmischer-Dieb auf der Flucht - Motiv der Crashtour unbekannt

Cheinz
16.01.2019
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Nach "Wahnsinnsfahrt" Wahnsinnsurteil! Gibts jetzt ein Spendenkonto für den entstandenen Schaden? Oder übernimmt der Staat die Kosten? mehr...

ZeeT
16.01.2019
Nach Wahnsinnsfahrt mit Betonmischer: So hat das Gericht entschieden

Denke er muss den verursachten Schaden zahlen und wenn es in kleinen Raten ist. mehr...

karlevonderhöh
16.01.2019
Nach Wahnsinnsfahrt mit Betonmischer: So hat das Gericht entschieden

Soweit bekannt ist gibt es da nichts zu holen. Von dem was er verdient kann nicht mal was gepfändet werden. Selbst wenn er mal mehr verdient kommt nicht viel dabei raus. Solle er dann noch heiraten, vielleicht noch mit Kind, ist der pfändungsfreie Betrag so hoch, dass die Geschädigten leer ausgehen. Anders sähe es bei einem Unfall mit zwei Autos aus. Da zahlt die Versicherung des Verursachers die Geschädigten aus und versucht die Schadenssumme bei zu treiben (Titel bis 30 Jahre). Meine ...... mehr...