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Das Haus am Geigersgrund wurde am Samstag vollständig zerstört.
12.11.2017

Nach Wohnhaus-Brand: Nachlöscharbeiten beendet - Ursache noch nicht ganz geklärt

Sturm, Regen, schlecht zugängliches Gelände und dann kommt es zum Großbrand in einem Wohnhaus. Ein solches Inferno ereignete sich am Samstagabend an der Straße zum Geigersgrund im Bereich Kutscherweg im Norden der Stadt. Gegen 20 Uhr meldete ein Anrufer über den Notruf 112 den Brand.

Noch während der Anfahrt des Löschzugs der Berufsfeuerwehr gingen weitere Notrufe ein.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte am Wohnhaus aus Holz schlugen die Flammen lodernd aus dem Obergeschoss. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich zwei 73-jährige Bewohner im Anwesen. Doch noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnten sich die beiden, die seit 46 Jahren dort leben, unverletzt mit ihren beiden Hunden in Sicherheit bringen. Noch in der Nacht sind die Hausbewohner bei Familienangehörigen untergekommen. Dort werden sie erst einmal bleiben müssen. Das Haus wird von der Feuerwehr Pforzheim als Verlust gemeldet. Es wurde vollständig zerstört. Der Sachschaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 400 000 Euro.

Vollbrand zerstört Wohnhaus in Pforzheim

Nach den bisherigen Ermittlungen des Polizeireviers Pforzheim-Nord war der Hausbesitzer im ersten Stock in der dortigen Werkstatt mit Wachsarbeiten beschäftigt. Hierbei kam es zum Brandausbruch. Die genaue Ursache bedarf allerdings weiterer Ermittlungen, berichtet das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidium Karlsruhe. Die ganze Nacht waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Pforzheim vor Ort und löschten die Glutnester. in der Holzkonstruktion ab.
Doch am Sonntag gab es keine neuen Erkenntnisse, wie Ralf Schmidt, Polizeiführer vom Dienst beim Polizeipräsidium Karlsruhe, berichtet. Am Sonntag gegen 14 Uhr meldet die Feuerwehr Pforzheim, die Nachlöscharbeiten als beendet. Der einsturzgefährdete Dachstuhl sowie einzelne Gebäudeteile wurden mit Hilfe eines Baggers abgetragen. Starker Wind und ergiebiger Regen erschwerten die Löscharbeiten. Die Wasserversorgung musste über zwei jeweils 800 Meter lange Schlauchleitungen von der Bahntunnelbaustelle an der Königsbacher Landstraße sichergestellt werden.

Bildergalerie: Holzhaus am Geigersgrund brennt lichterloh

Außerdem gab es einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen. Die Feuerwehr war deshalb mit 19 Fahrzeugen und 72 Personen im Einsatz. Nach PZ-Informationen waren alle Tanklöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr ausgerückt. Weiterhin waren das Rote Kreuz mit mehreren Fahrzeugen sowie fünf Streifen der Polizei vor Ort. Das DRK übernahm auch die Versorgung der Einsatzkräfte. Im Rahmen der Löscharbeiten wurde durch die Stadtwerke im Zeitraum 21.15 Uhr bis kurz nach Mitterrnacht die Stromversorgung im Gewann Riebergle abgeschaltet. Zeitweise kam es durch die Rauchentwicklung zu Sichtbehinderungen auf der Autobahn 8 – zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-West und Pforzheim-Nord.

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