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Die drei mutmaßlichen Täter sollen am vorvergangenen Sonntagabend auf einem Skaterplatz in der Carl-Hölzle-Straße einen 39-jährigen Familienvater vor den Augen seiner drei Kinder brutal geschlagen und getreten haben. 

Nach brutaler Attacke auf Familienvater in Pforzheim: Polizei ermittelt drei Tatverdächtige

Pforzheim. Eineinhalb Wochen nach der Attacke auf einen Familienvater auf einem Skaterplatz im Pforzheimer Stadtteil Arlinger haben Beamte des Haus des Jugendrechts mehrere Tatverdächtige ermittelt. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwochabend in einer gemeinsamen Erklärung bekanntgegeben.

Am Mittwochmorgen rückten die Einsatzkräfte gleichzeitig zu den Wohnanschriften der drei Tatverdächtigen im Alter von 16 bis 18 Jahren aus. Zwei der mutmaßlichen Täter besitzen eine doppelte Staatsbürgerschaft, der Dritte eine rein ausländische. Genaueres wollten Polizei und Staatsanwaltschaft aus Gründen des Jugendschutzes nicht sagen. Ebenso wenig, ob die drei Verdächtigen bereits polizeibekannt sind.

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Nach Attacke am Skaterplatz: Ermittlungen laufen im Haus des Jugendrechts auf Hochtouren

In den Vernehmungen schilderte der Haupttäter den Beamten gegenüber laut Mitteilung einen teilweise abweichenden Tatablauf, stritt die Tat aber nicht ab. Dem polizeilichen Zugriff vorausgegangen waren akribische Ermittlungen der Beamten. Dabei hätten sich auch einmal mehr die im Haus des Jugendrechts vorhandenen zentralen Personenkenntnisse bezahlt gemacht. Alle Tatverdächtigen erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Brutale Tat erschütterte Rathausspitze

Die drei mutmaßlichen Täter sollen am vorvergangenen Sonntagabend auf einem Skaterplatz in der Carl-Hölzle-Straße einen 39-jährigen Familienvater vor den Augen seiner drei Kinder brutal geschlagen und getreten haben. Laut Polizei hatten die Jugendlichen zuvor die Kinder des Manns gefilmt oder fotografiert und sich über sie lustig gemacht.

Die Tat hatte für Entsetzen bei Pforzheims OB Peter Boch und dem Ersten Bürgermeister Dirk Büscher sowie dem Stadtjugendring gesorgt. Boch sprach damals von einer "zutiefst menschenverachtenden" Tat.

Nun zeigten sich beide „erleichtert über diesen schnellen Fahndungserfolg. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen ermittelnden Personen und Stellen. Damit wird auch deutlich gemacht, dass jedem Übergriff schnell und konsequent nachgegangen wird. Die Stadt ist damit wieder ein Stück sicherer geworden“.