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Die Stadtwerke Pforzheim bekommen das Geld aus missglückten Derivatgeschäften mit der Deutschen Bank wieder zurück. Wie es bei der Stadt Pforzheim aussieht, die Derivatgeschäfte mit J.P. Morgan gemacht ist, ist noch ungewiss.
Die Stadtwerke Pforzheim bekommen das Geld aus missglückten Derivatgeschäften mit der Deutschen Bank wieder zurück. Wie es bei der Stadt Pforzheim aussieht, die Derivatgeschäfte mit J.P. Morgan gemacht ist, ist noch ungewiss. © dpa
23.11.2011

Nach dem Derivate-Vergleich schweigen Rathaus und Banken

Der Tag nach Bekanntwerden des Vergleichs zwischen den Stadtwerken Pforzheim und der Deutschen Bank über die Derivate – üblicherweise sprudelt es bei einem Ereignis dieser Bedeutung nur so vor Pressemitteilungen.

Und am Mittwoch? „Wir wollen uns angesichts der laufenden Gespräche mit der Deutschen Bank nicht äußern“, sagt Michael Stromayer, der Pressesprecher der Stadtverwaltung. Denn das Rathaus versucht bekanntlich auf dem Verhandlungsweg, von dem Kreditinstitut einen Teil jener 57 Millionen Euro zu bekommen, die die Stadt Pforzheim wiederum bei Derivatgeschäften verlor. Auch J.P. Morgan schweigt beredt zum Vergleich der Stadtwerke. „Da ist ein Verfahren anhängig, deswegen kann ich dazu gar nichts sagen“, ist die einzige Stellungnahme, die sich J.P.-Morgan-Sprecher Axel Lüdeke entlocken lässt. Die Deutsche Bank will ebenfalls keinen Kommentar abgeben. Einzig der FDP-Politiker Hans-Ulrich Rülke, frühzeitiger Warner vor den Derivate-Geschäften, sieht im weitgehenden Entgegenkommen der Deutschen Bank gegenüber den Stadtwerken einen Hinweis darauf, dass die Banken selbst davon überzeugt sind, vor Gericht keine guten Karten zu haben.

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