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In Büchenbronn stellt sich die Frage nach dem Ortsvorsteher nicht, lediglich die nach dem Vize. Doch wer hat in den übrigen Stadtteilen künftig den Vorsitz? Symbolfoto: Adobe Stock

Nach den Wahlen: Wer übernimmt den Vorsitz in den Pforzheimer Ortsteilen?

Pforzheim. In Büchenbronn stellt sich die Frage nach dem Ortsvorsteher nicht, lediglich die nach dem Vize. Doch wer hat in den übrigen Stadtteilen künftig den Vorsitz?

Eutingen: Was sich schon bei der Ergebnisverkündung der Wahlen abgezeichnet hatte, nimmt jetzt Form an: „Wir werden auf jeden Fall einen Kandidaten stellen – das sind wir unseren Wählern schuldig, sie haben uns diesen Auftrag gegeben“, erklärt Thomas Goßweiler von den UB, die einen Sitz dazugewonnen haben. Bereits vor der Wahl hatte seine Fraktion vorgeschlagen, nach dem Vorbild anderer Ortsteile den Stimmenkönig zum Ortsvorsteher zu machen. In Eutingen wäre das Goßweiler selbst, der sich diese Rolle vorstellen könnte, wie er gegenüber der PZ erklärt. Kommenden Mittwoch wolle seine Fraktion in einer Vorstandssitzung die Details klären. Helge Hutmacher (CDU) hatte am Mittwoch erklärt, dass er nochmal als Ortsvorsteher kandidieren möchte.

Würm: Nach dem Sieg denkt auch die Würmer Liste über die Ortsvorsteher-Frage nach, nachdem der amtierende Rüdiger Nestler – samt seiner SPD-Riege – nicht mehr kandidierte. „Wir werden definitiv einen Kandidaten vorschlagen“, erklärt Katja Theurer. Ob Stimmenkönig Florian Bähr den Schritt wagt, bleibt noch offen. „Namen gibt es noch keine“, so Theurer, die das Thema mit ihren Kollegen kommenden Donnerstag beraten möchte. Die Freien Wähler sollen als zweitstärkste Fraktion mit einbezogen werden.

Hohenwart: Würde es nach den erhaltenen Stimmen gehen, wäre Volker Weingardt (CDU) in Hohenwart der aussichtsreichste Kandidat. Der muss sich das Ganze erst einmal durch den Kopf gehen lassen. Zumal das Amt mit Beruf und Privatleben vereinbar sein müsste. Ohnehin wolle er den Gesprächen mit den anderen Gruppierungen nicht vorgreifen, schließlich habe die CDU keine Mehrheit mehr. Der ausscheidende Ortsvorsteher Karl Schröck (CDU) hält sich mit einer Aussage zurück, er will das neue Gremium nicht beeinflussen.

Huchenfeld: In Huchenfeld ist die Sache recht eindeutig: Sabine Wagner schaut optimistisch auf die Wahl zum Ortsvorsteher. „Mir haben alle Gruppierungen signalisiert, dass sie weiterhin hinter der Variante eines hauptamtlichen Vorstehers stehen“, sagt sie selbst. Wie in Würm ist die SPD auch in Huchenfeld nicht mehr vertreten. Die Liste „Aktiv für Huchenfeld“ betont nochmals, kein Ableger der Partei zu sein – und zählt ihr Ergebnis von 26,5 Prozent als großen Erfolg. Zwei der drei Vertreter saßen bereits ein Jahr lang für die Wählervereinigung im Rat. Frischen Wind ins Gremium bringt Ilona Metzger. Als Mitglied des Schwimmvereins ist ihr größtes Anliegen, dass das Stadtteilbad schnell öffnen kann.

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