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So hitzig wie am Dienstag ist es auf der Zuschauertribüne des Großen Ratssaals bislang nicht zugegangen . . . Dworschak
So hitzig wie am Dienstag ist es auf der Zuschauertribüne des Großen Ratssaals bislang nicht zugegangen . . . Dworschak
16.11.2016

Nach heftiger Asyl-Debatte: Der Ton im Großen Ratsaal wird rauer

Im Großen Ratssaal herrschte in den vergangenen Monaten kein Mangel an hochemotionalen Themen. Auf der Zuschauertribüne verfolgten SVP-Mitarbeiter – den Verlust ihres Arbeitsplatzes vor Augen – die Debatte eines durch das Personenbeförderungsgesetz entmachteten Gremiums, mussten Betroffene erleben, wie ohnehin knappe Budgets für städtische und andere Einrichtungen zur Haushaltssicherung zusammengekürzt wurden.

Doch eine Eskalation wie in der Sitzung bei den Beratungen zu den Asylunterkünften in der Julius-Naeher-Straße sowie am Nagoldhang war bislang unbekannt. „Erschreckend“, nennt Florentin Goldmann (CDU) das Verhalten jener Zuschauer, die mit Zwischenrufen, Trillerpfeife und verbalen Angriffen die Sitzung störten. Vom Hausrecht Gebrauch zu machen, hält er jedoch für keine Lösung. „Der OB hat das richtig gemacht“, sagt der Vorsitzende der größten Fraktion. Er könne verstehen, wenn Anwohner Bedenken wegen einer Asylunterkunft hätten, aber dann solle man dies auch sagen – und nicht Bedenken mit Blick auf die Entwicklung der Ottersteinschulen vorschieben. Wie berichtet, hatte sich eine Mutter, die die Verwaltungspläne ebenfalls kritisiert, am Ende der Sitzung von den Störern distanziert und für deren Verhalten entschuldigt.

Mit Blick auf die Sachlage empfiehlt Goldmann, „sich mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen, wie dies Bürgermeisterin Müller getan hat“. Auch Oberbürgermeister Gert Hager betont den Willen zur inhaltlichen Debatte. „Gegen sachgerechte Kritik habe ich gar nichts. Damit können und müssen wir uns auseinandersetzen.“ Doch es gebe auch in öffentlichen Sitzungen keinen Freischein für ungebührliches Verhalten von einzelnen Besuchern.

„Haben Klärungsbedarf“: Planungsausschuss nimmt Asylunterkünfte von der Tagesordnung

Den Planungsstand aller neun 40-Personen-Unterkünfte, deren Bau der Gemeinderat 2015 mit 29:4-Stimmen beschlossen hatte, gibt es für PZ+-Abonennten hier.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 17. November 2016, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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