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„Schön, dass du da bist“: Dekanin Christiane Quincke heißt die neue Pfarrerin der Johannesgemeinde, Heike Springhart (links), beim festlichen Einführungsgottesdienst willkommen. Foto: Keller
„Schön, dass du da bist“: Dekanin Christiane Quincke heißt die neue Pfarrerin der Johannesgemeinde, Heike Springhart (links), beim festlichen Einführungsgottesdienst willkommen. Foto: Keller
14.04.2019

Nach siebenmonatiger Vakanz: Dekanin Quincke stellt neue Pfarrerin vor

Pforzheim. Die siebenmonatige Vakanz, geleitet durch Bruno Dörzbacher, ist nun vorbei: Dekanin Christine Quincke hat am Palmsonntag Heike Springhart im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes im Beisein des Ältenstenkreises in ihre neue Aufgabe als Pfarrerin der Johannesgemeinde eingeführt.

Die Capella Sagittariana, der Posaunenchor und Lilli Hahn an der Orgel sorgten für den musikalischen Rahmen – und natürlich die Gesänge der zahlreich erschienenen Gemeindeglieder. „Der Gott der Hoffnung ist dein Begleiter,“ gab Dekanin Quincke der neuen Pfarrerin mit auf den Weg. Sie wünschte ihr Kraft und Mut für ihre große Aufgabe. Springhart selbst betonte, wie wichtig es sei, genau hinzuhören und hinzuschauen, um die Not zu erkennen.

Verwundbarkeit als Thema

Springhart folgt auf Dorothea Patberg, die 2018 in den Schulpfarrdienst gewechselt hatte. Bereits im November hat sich die 44-Jährige im und nach einem Gottesdienst den Gläubigen vorgestellt. Sie möchte in den nächsten Monaten mit möglichst vielen Menschen der Johannesgemeinde in Kontakt treten und wichtige Themen wie Vergebung, sexuelle Gewalt in der Kirche und auch Verletzlichkeit ansprechen. Eine „zugewandte Atmosphäre“ sei ihr wichtig, aber auch besondere Akzente zu setzen, hatte sie in einem Gespräch mit der PZ gesagt.

Lehrtätigkeit als Dozentin

Sie wolle den Theatergottesdienst fortführen und vielleicht auch Podiumsdiskussionen und einen Priester-Slam veranstalten. An einem ähnlichen Format, bei dem Poeten gegen Prediger in einem sprachgewaltigen Wettstreit gegeneinander antraten, beteiligte sie sich kürzlich in der Markuskirche. Beibehalten will Springhart ihre Lehrtätigkeit als Privatdozentin für systematische Theologie an der theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Der Fokus verschiebe sich allerdings. Schließlich sei es ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, sich auf eine 100-prozentige Stelle an einem Ort zu konzentrieren. Bisher war sie zu 50 Prozent Pfarrerin an der City-Gemeinde Hafen-Konkordien in Mannheim und zu 50 Prozent als Studienleiterin des theologischen Studienhauses Heidelberg tätig gewesen.