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Staatsanwaltschaft Mannheim mit Staatsanwalt Siegrist sichert Daten im Pforzheimer Rathaus
Staatsanwaltschaft Mannheim mit Staatsanwalt Siegrist sichert Daten im Pforzheimer Rathaus
31.01.2012

Nach zwei Jahren: Ermittler vor dem Derivate-Abschluss

Pforzheim/Mannheim. Der Entwurf des Abschlussberichts der Landespolizeidirektion, was den Untreue-Verdacht gegen Ex-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein und die ehemalige Kämmerin Susanne Weishaar angeht, liegt der Staatsanwaltschaft Mannheim vor. Die Beamten ermitteln seit über zwei Jahren nach Bekanntwerden des Derivate-Debakels, das Pforzheim vorerst 57 Millionen Euro Verlust eingebracht hatte.

Der Abschlussbericht geht nun Augensteins und Weishaars Anwälten zu. Sie können ihre Stellungnahme abgeben. Dann könnten die Ermittler noch nachbessern - und erst dann entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie anklagt oder das Ermittlungsverfahren einstellt, möglicherweise gegen Auflagen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Banker von Deutscher Bank und J.P. Morgan. Mit der amerikanischen Großbank liegt die Stadt derzeit juristisch im Clinch: vor dem Landgericht Frankfurt. J.P. Morgan möchte sich auf PZ-Fragen nicht einlassen, ob man sich mit dem Vergleichsvorschlag der Zivilkammer anfreunden könnte und der Stadt ein Drittel des Verlusts ersetzt. Auf Pforzheimer Seite wird in dieser Sache der Gemeinderat voraussichtlich am 14. Februar entscheiden: Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach? OB Gert Hager würde am liebsten den Rechtsstreit durchfechten oder zumindest in einem Vergleich wesentlich mehr Geld herausholen wollen.ol