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Sehr aufgeregt war Felix Herkens bei seiner Einsetzung als Gemeinderat durch Oberbürgermeister Gert Hager.  Foto: Seibel
Sehr aufgeregt war Felix Herkens bei seiner Einsetzung als Gemeinderat durch Oberbürgermeister Gert Hager. Foto: Seibel
Seine politische Heimat hat Felix Herkens bei den Grünen gefunden. Foto: Seibel
Seine politische Heimat hat Felix Herkens bei den Grünen gefunden. Foto: Seibel
16.07.2016

Nachrücker Felix Herkens ist Pforzheims jüngster Stadtrat

Als er nach vorne gehen muss, klopft ihm das Herz bis zum Hals. Felix Herkens ist gewiss kein Schüchterner und keiner, der nicht vor vielen Leuten auftreten kann. Dazu hat der 21-Jährige trotz seines jungen Alters schon zu viel Erfahrung im politischen Geschäft. Aber so eine Vereidigung ist eben etwas ganz Besonderes. „Alle schauen auf Dich, und man will alles richtig machen“, beschreibt Herkens seine Gefühle, als er für die ausgeschiedene Renate Thon in den Gemeinderat nachrückte. Dort sitzt er nun für die Grüne Liste als jüngstes Mitglied im Gremium und ist überhaupt nicht mehr aufgeregt.

Vielmehr voller Tatendrang, sich möglichst schnell in alles einzuarbeiten, frischen Wind ins Stadtparlament zu bringen, Pforzheim mitzugestalten und Vorbild zu sein. „Es ist doch wichtig, dass sich junge Menschen in der Politik engagieren“, sagt Herkens.

Der Pforzheimer selbst tut das schon lange. Das Fach Gemeinschaftskunde faszinierte den Hilda-Schüler immer sehr, mit 14 wurde er Verdi-Mtglied, und mit der Grünen Jugend Pforzheim fand er bald die passende politische Heimat. Daher war es nur selbstverständlich, sich gleich bei der jüngsten Kommunalwahl als Kandidat für den Gemeinderat aufstellen zu lassen.

Mit offenem Visier

Denn im Hause Herkens wird ebenfalls viel über Politik diskutiert. Mit seinem Vater Franz, dem Gesamtpersonalratsvorsitzenden der Stadt Pforzheim, kann sich der neue Stadtrat über bestimmte Dinge ebenso trefflich streiten wie mit seinem Onkel, einem FDP-Mann. Ohnehin ist Herkens ein Freund der Debatte. Und die darf seiner Ansicht auch mal hitzig sein, wenn sie denn respektvoll bleibt. In seiner Fraktion ist der 21-Jährige ja auch nicht immer mit allen einer Meinung. „Er ist hier, und ich bin da“, sagt der bekennende linke Grüne beispielsweise über seinen ebenfalls nachgerückten, eher wirtschaftsnahen Fraktionskollegen Emre Nazli, und reißt dabei die Arme weit auseinander. Doch diese Vielfalt sei gut und Kompromisse zu schließen wichtig, gerade auf kommunaler Ebene.

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