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Stadtverkehr Pforzheim (SVP) berechnete 995.000 Euro Schadenersatz von der Dienstleistungsgesellschaft Verdi, die zum Busstreik aufgerufen hatte. Archivbild: Seibel
Stadtverkehr Pforzheim (SVP) berechnete 995.000 Euro Schadenersatz von der Dienstleistungsgesellschaft Verdi, die zum Busstreik aufgerufen hatte. Archivbild: Seibel
01.08.2017

Nachsitzen im Vergleichsvorschlag des Arbeitsgerichts: Verdi beteiligt sich an Kosten

Pforzheim. Dem Gewerkschafter, kaum auf dem Flur vor dem Sitzungssaal des Arbeitsgerichts: „Die wären verrückt, den Vergleichsvorschlag nicht anzunehmen“, sagt Henry Wiedemann, SPD-Stadtrat, Betriebsrats-Chef der Stadtwerke Pforzheim (SWP) – aber in Sachen Busstreik völlig anderer Ansicht als seine Gewerkschaftskollegen von Verdi. Die hatten im vergangenen Jahr zum Busfahrerstreik aufgerufen – und hätte SVP (Stadtverkehr Pforzheim) keinen Ersatzbusverkehr auf die Beine gestellt, wären alle Räder des öffentlichen Nahverkehrs stillgestanden.

Nun will die in Liquidation befindliche SVP (vor Gericht vertreten durch den Geschäftsführer Nico Langemeyer und Rechtsanwalt Ralf-Dietrich Tielser, Stuttgart) Schadenersatz von Verdi (vertreten durch Susanne Wenz und Rechtsanwalt Henner Wolter, Berlin), zunächst in Höhe von 995 000 Euro.

Am Dienstag also der Gütetermin – und der Vorschlag von Arbeitsrichterin Petra Selig, Verdi möge sich an den erwiesenen Kosten des Ausfalls der SVP beteiligen: 500 000 Euro, also etwas mehr als die Hälfte der zunächst eingeklagten Schadenssumme (von insgesamt 1,6 Millionen Euro). Das wollen beide Seiten auf sich wirken lassen und entsprechende Schriftsätze formulieren. Am 23. November, 10 Uhr wird man sich zum Kammertermin wiedersehen.Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.