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07.01.2016

Nachts packt Frauen in Pforzheim die Angst vor Übergriffen

Pforzheim. Nach den Vorfällen in Köln an Neujahr wird diskutiert, wie sicher sich Frauen in Deutschland fühlen können. Zumindest in Pforzheim beschleicht Frauen nachts ein mulmiges Gefühl, wenn sie allein unterwegs sind. Unter anderem auch, da es in der Vergangenheit bereits zu Vergewaltigungen im öffentlichen Raum kam.

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Nach den Vorfällen in Köln an Neujahr wird diskutiert, wie sicher sich Frauen in Deutschland fühlen können. Zumindest in Pforzheim beschleicht Frauen nachts ein mulmiges Gefühl, wenn sie allein unterwegs sind. Unter anderem auch, da es in der Vergangenheit bereits zu Vergewaltigungen im öffentlichen Raum kam.

Verängstigt, weinend und verstört – so beschreibt ein Bericht der Bundespolizei die Passanten, insbesondere Frauen und Mädchen, die in der Silvesternacht in Köln Opfer von Überfällen und sexuellen Übergriffen wurden. In der Folge der Ohnmacht der Beamten vor Ort und ähnlichen Vorkommnissen in Hamburg sowie Frankfurt und Stuttgart entbrannte eine Sicherheitsdebatte. Wie sicher können sich Frauen in Deutschland fühlen? Und wie sicher können sich Frauen in Pforzheim fühlen?

Erst im Oktober 2015 hatte ein 23-Jähriger die Vergewaltigung einer 34 Jahre alten Frau in Nähe der Benckiserbrücke gestanden. Eine Umfrage von PZ-news in der Innenstadt zeigt: Frauen sind sich der Gefahren in Pforzheim durchaus bewusst. Und versuchen diese, so weit möglich, zu vermeiden. Speziell Parks gelten dabei in den Abend- und Nachtstunden als gefährlich. Nicht zuletzt auch wegen jener Vergewaltigung im Schloßkirchenpark im Jahr 2011, die besonders bei jungen Studentinnen berühmt-berüchtigt ist. Aber auch die Unterführung am Bahnhof löst bei mancher Frau Unbehagen aus.

Grundsätzlich vermeiden es Pforzheims Frauen daher, nach Einbruch der Dunkelheit alleine unterwegs zu sein. Oder sie nehmen als Sicherheitsvorkehrung Alarmsysteme am Schlüsselbund oder Pfeffersprays mit – und greifen notfalls auf den eigenen Schlüsselbund zurück.

Zwar sehen sie nach den Ereignissen in Köln und Hamburg keine verstärkte Gefahr für sich in Pforzheim, doch zumindest schärfen diese nochmals die Sinne.

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