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Wie geht’s weiter? Darüber diskutieren die Musiker Jonas Gavriil, Yannick Argast, Tom Seyfarth, Frank Steinbrecher, Stefan Kling und Rouven Sadler (von links). Foto: Meyer
Wie geht’s weiter? Darüber diskutieren die Musiker Jonas Gavriil, Yannick Argast, Tom Seyfarth, Frank Steinbrecher, Stefan Kling und Rouven Sadler (von links). Foto: Meyer
27.07.2017

Nachwuchs-Bands stehen zum Jahresende ohne Proberäume da

Pforzheim. Man kündige hiermit das Mietverhältnis fristgemäß zum 31. Dezember dieses Jahres „sowie fürsorglich zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ – so steht es in dürren Zeilen auf einem Brief der DomusPro GBR an die Mieter der mehrstöckigen, verwinkelten Immobilie zwischen Lindenstraße und Parkstraße. Die Mieter: Das sind nach Angaben von Frank Steinbrecher, Chef des gleichnamigen Musikhauses an der Östlichen, 60 bis 70 kleine Pforzheimer Bands, die sich die Räumlichkeiten geteilt haben – und nun vor der Frage stehen: wohin?

Das taten sie schon einmal: als es den ehemaligen „Milchhof“ an der Erbprinzenstraße noch gab – mit schalldämpfenden Panzertüren aus der Zeit, als man Kühlräume brauchte.

„Es wäre ein Armutszeugnis für die Stadt, wenn die Bands sich räumlich anderswohin orientieren müssten“, ergänzt Steinbrecher – nach Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart, „dann wäre unsere Identität als Bands aus Pforzheim dahin.“ Ein Probengebäude im Enzkreis? Nicht das Ideale – „aber denkbar“, sagt Tom Seyfahrt („Gefrierbrand“), sein Band-Kollege Yannick Argast stimmt zu. Es nickt ebenfalls ein Investor, der bereit ist, auf eigene Kosten – natürlich muss das Geld durch eine moderate Miete über die Jahre wieder reinkommen – einen Neubau zu stemmen.

Acht Ar Grundstück, rund 30 Proberäume, die sich mehrere Bands teilen können – „es hängt alles am Grundstück“, das er dafür kaufen wolle, sei es von privat oder der Stadt. Noch will er namentlich nicht genannt sein – erst, wenn die Sache in trockenen Tüchern ist. Und wenn nicht in Pforzheims hohem Norden im Buchbusch, dann vielleicht jenseits der Gemarkungsgrenze zu Enzkreisgemeinden.

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