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Wollen Stadt und Polizei vernetzen: Ordnungsamtsleiter Wolfgang Raff, der Erste Bürgermeister Dirk Büscher, Thomas Hoffmann (Haus des Jugendrechts), Polizist Gregor Belgardt aus Stuttgart, Martina Dann (Ordnungsamt), Bernhard Ebinger (Staatsanwaltschaft Pforzheim) und OB Peter Boch (von links). Foto: pm
Wollen Stadt und Polizei vernetzen: Ordnungsamtsleiter Wolfgang Raff, der Erste Bürgermeister Dirk Büscher, Thomas Hoffmann (Haus des Jugendrechts), Polizist Gregor Belgardt aus Stuttgart, Martina Dann (Ordnungsamt), Bernhard Ebinger (Staatsanwaltschaft Pforzheim) und OB Peter Boch (von links). Foto: pm
13.10.2017

Nächster Schritt zum Polizisten im Pforzheimer Rathaus

Pforzheim. Ein Verbindungsbeamter der Polizei im Rathaus: Ein Modell, das sich Oberbürgermeister Peter Boch auch für Pforzheim vorstellt (die PZ berichtete). Vorbild ist die Landeshauptstadt Stuttgart, die seit 20 Jahren Ähnliches praktiziert. Gregor Belgardt ist dort Leiter der Stabstelle Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention. Der 36-Jährige, der seit 2001 im Polizeidienst tätig ist, war nun im Rathaus zu Gast und gewährte vor Vertretern der Stadtspitze, der Polizei und der Staatsanwaltschaft Einblicke in seinen Arbeitsalltag.

„Die Erfahrungen, die Herr Belgardt uns berichtet hat, sind unglaublich wertvoll für das, was wir in Pforzheim vorhaben“, so Boch. Der Verbindungsbeamte sei das zentrale Bindeglied der Stadt zur Polizei bei allen Fragen der kommunalen Sicherheit – etwa Einbruchsdiebstahl, Alkoholprävention, Bettelei, Gewaltdelikten oder Prostitution. Im Stuttgarter Modell gehe es aber nicht allein darum, dass ein Polizist im Rathaus sitze. „Die Idee ist vielmehr eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt, Polizei und Bürgerschaft – mit dem Verbindungsbeamten im Rathaus als demjenigen, der das Ganze dann letztendlich koordiniert.“ Diese in Stuttgart 1997 gegründete Sicherheitspartnerschaft habe mit dazu beigetragen, die Landeshauptstadt auch im Empfinden der Menschen zu einer der sichersten Großstädte Deutschlands zu machen.

„Viele Strukturen, die im Stuttgarter Modell zum Tragen kommen, sind in Pforzheim ebenfalls vorhanden“, ergänzt der Erste Bürgermeister Dirk Büscher. „Darauf können wir aufbauen.“ In der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft wird die Bürgerschaft durch einen Förderverein repräsentiert, über den einzelne Projekte zu Prävention und Aufklärung oder Sicherheit im Straßenverkehr gezielt gefördert werden können.

„In Pforzheim gibt es bereits einen ähnlichen Verein, gemeinsam mit dem Enzkreis“, so Büscher. Auch mit dem Haus des Jugendrechts habe man ein starkes Pfund: „Das sollten wir in eine Adaption des Stuttgarter Modells einbringen.“ Auch die Verknüpfung der Themen Sicherheit und Sauberkeit sei für Pforzheim sehr wichtig. „Nur wenn sich die Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit in ihrer Stadt sicher fühlen können, kann das Zusammenleben in einer Stadtgesellschaft dauerhaft funktionieren“, sagt Boch: „Mit dem Paket für mehr Sicherheit und Sauberkeit, den ersten Umsetzungsschritten ‚City Streife‘ und ‚Videoüberwachung in den Bahnhofsunterführungen‘ und dem jetzt eingeleiteten Prozess zu einer Sicherheitspartnerschaft haben wir die große Chance, das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen nachhaltig zu verbessern.“ Gespräche darüber, wie eine Adaption für Pforzheim aussehen kann, sollen nun „sehr schnell weitergehen“. pm

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